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Kommunalwahl in Bayern : Kein Wunder

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Die Sensation ist ausgeblieben in München. Der SPD-Kandidat für die Nachfolge des populären Oberbürgermeisters Christian Ude holte auf Anhieb ein sehr gutes Ergebnis. Die Bewerberin der Grünen muss sich mit Platz Drei begnügen.

          München ist nicht Stuttgart. In der bayerischen Landeshauptstadt hofften die Grünen auf ein kleines Wunder und setzten darauf, bei der Wahl des Oberbürgermeisters ihre Kandidatin Sabine Nallinger in die Stichwahl zu bringen. Fritz Kuhn, der grüne Stuttgarter Stadtchef, eilte im Wahlkampf als Helfer an die Isar. Auch der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer, die große seismographische Begabung der deutschen Politik, nahm Witterung auf und schwärmte von der Chance einer schwarz-grünen Zusammenarbeit.

          Doch die Münchner haben es nicht mit der Avantgarde, weder in der Kunst noch in der Politik. Über den müden Slogan des SPD-Bewerbers Dieter Reiter „Damit München München bleibt“ ist im Wahlkampf viel gespottet worden. Er dürfte damit ziemlich genau das Lebensgefühl in der Stadt getroffen haben, mag es auch mit der sozialen und ökonomischen Wirklichkeit nur teilweise identisch sein.

          Reiter hat gute Chancen, sich bei der Stichwahl in zwei Wochen gegen den CSU-Kandidaten Josef Schmid durchzusetzen. Der ewige Dualismus, dass in der bayerischen Staatskanzlei ein Schwarzer und im Münchner Rathaus ein Roter regiert, scheint in München so fest gefügt zu sein wie das Hofbräuhaus.

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