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Nürburgring-Affäre : Dreieinhalb Jahre Haft für Becks früheren Finanzminister

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Der damalige rheinland-pfälzische Finanzminister Ingolf Deubel im September 2006 mit dem früheren Ministerpräsidenten Kurt Beck (beide SPD) Bild: ddp

Der frühere rheinland-pfälzische Finanzminister Ingolf Deubel muss für drei Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Das Landgericht Koblenz verurteilte den SPD-Politiker wegen Untreue. Hintergrund ist die gescheiterte Privatfinanzierung des Nürburgring-Ausbaus.

          Der ehemalige rheinland-pfälzische Finanzminister Ingolf Deubel (SPD) ist vom Koblenzer Landgericht zu einer Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Die Richter befanden ihn in 14 Fällen der Untreue für schuldig. Dabei ging es um die 2009 gescheiterte Privatfinanzierung des Nürburgring-Ausbaus. Dieser kostete seinerzeit rund 330 Millionen Euro. Als sich kein Investor fand, musste das Land einspringen, Deubel trat zurück. Das Urteil fiel in erster Instanz und ist noch nicht rechtskräftig.

          Mit dem Urteil blieb die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts etwas unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die eine vierjährige Freiheitsstrafe gefordert hatte. Die Anklage hatte Deubel vorgeworfen, mehrere Hunderttausend Euro veruntreut und Steuergeld in Höhe von zwölf Millionen Euro gefährdet zu haben. Der SPD-Politiker hatte in dem seit Oktober 2012 dauernden Verfahren stets seine Unschuld beteuert. Sein Verteidiger hatte auf Freispruch plädiert. Die Geschichte der Nürburgring-Affäre ist voller Kuriositäten.

          Den ehemaligen Nürburgringchef Walter Kafitz verurteilte das Landgericht Koblenz wegen Untreue zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und sieben Monaten. Damit blieben die Richter etwas unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die ein Jahr und zehn Monate auf Bewährung gefordert hatte.

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