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Wegen erfundener Mandantin : Anwalt aus NSU-Prozess selbst angeklagt

  • Aktualisiert am

Bank mit den Anwälten von Beate Zschäpe im NSU-Prozess: Der wegen Betrugs angeklagte Anwalt ist nicht auf diesem Bild zu sehen. Bild: dpa

Ein Anwalt der Nebenklage im NSU-Prozess soll eine Mandantin erfunden haben und somit Unsummen an Spesen kassiert haben. Doch das ist nicht das einzige Vergehen, das der Anwalt sich zu Schulden kommen lassen haben soll.

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          Ein Anwalt, der im Münchner NSU-Prozess ein gar nicht existierendes Opfer vertreten haben soll, ist in Aachen wegen Betrugs in besonders schwerem Fall angeklagt. Das erklärte das Landgericht am Mittwoch. Der Anwalt hatte demnach jahrelang vor dem Münchner Oberlandesgericht ein angebliches Opfer des Nagelbombenanschlags in der Kölner Keupstraße als Nebenkläger vertreten. Dafür soll er 211.000 Euro an Sitzungs- und Reisespesen kassiert haben.

          Außerdem ist der Anwalt im Zusammenhang mit dem Prozess um die tödliche Loveparade-Katastrophe wegen Urkundenfälschung und Anstiftung zu falscher Versicherung an Eides statt angeklagt. Mit falschen Angaben zum Gesundheitszustand seines Mandanten habe er sich den Zugang als Nebenklagevertreter erschleichen wollen. Ein anderes Opfer soll er dazu überredet haben, ihm eine Blanko-Vollmacht auszustellen, die er dann einem Kollegen zugeschanzt haben soll.

          Wie der Kölner Stadtanzeiger berichtet, könnte diese Auseinandersetzung dem Anwalt neben der Rückzahlung der Spesen auch berufsrechtliche Konsequenzen drohen: Die Kölner Anwaltskammer prüft, ob sich der Jurist standeswidrig verhalten hat und könnte ihm eventuell die Berufserlaubnis entziehen.

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