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NSU-Prozess : Anwälte wollen Bouffier und Beckstein als Zeugen hören

  • Aktualisiert am

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) Bild: dpa

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und der frühere bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein sollen als Zeugen beim NSU-Prozess in München aussagen. Das haben Anwälte der Nebenklage beantragt.

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          Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und der frühere bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CDU) sollen als Zeugen im Münchner NSU-Prozess aussagen. Das haben die Anwälte der Kasseler Familie Yozgat am Donnerstag beantragt. Ihr Sohn, Halit Yozgat, war am 6. April 2006 in seinem Internetcafé mutmaßlich von Tätern des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ erschossen worden. Er war das neunte Opfer der sogenannten „Ceska“-Mordserie.

          Bundesanwalt Herbert Diemer widersprach den Anwälten in scharfen Worten und warf ihnen eine Medieninszenierung vor. Das Gericht hat über die Anträge noch nicht entschieden. Die Verteidiger von Beate Zschäpe und einige Nebenklagevertreter kündigten weitere Stellungnahmen für kommende Woche an.

          In den Beweisanträgen der Anwälte geht es um den Verdacht, ein Beamter des hessischen Verfassungsschutzes könne an dem Mord beteiligt gewesen sein. Er hatte sich während der Tatzeit in dem Internetcafé aufgehalten, will aber nichts von der Tat mitbekommen haben. Beckstein habe Bouffier nach der Tat angerufen und mitgeteilt, die bei der bayerischen Polizei angesiedelte Sonderkommission „Bosporus“ sei davon überzeugt, der Beamte sei einer der Täter.

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