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Vor der Landtagswahl : Umfrage sieht SPD in Nordrhein- Westfalen bei 40 Prozent

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Auf Erfolgskurs: der designierte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz und die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft beim politischen Aschermittwoch der SPD in Schwerte Bild: dpa

Der Aufschwung der SPD in den Meinungsumfragen setzt sich fort: Zwei Monate vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen ist die SPD dort stärkste Kraft. Doch um die rot-grüne Koalition muss Hannelore Kraft bangen.

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          Nach einer am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Umfrage für das Magazin „Stern“, den Sender RTL und die Tageszeitung „Kölner Stadt-Anzeiger“ könnte die SPD in Nordrhein-Westfalen mit 40 Prozent der Stimmen rechnen, wenn schon jetzt gewählt würde. Die derzeit regierende rot-grüne Koalition verlöre dennoch ihre Mehrheit, weil die Grünen laut Umfrage mit 6 Prozent ihr Wahlergebnis von 2012 fast halbieren würden. Die CDU käme laut Umfrage nur auf 26 Prozent.

          Eine regierungsfähige Mehrheit hätte allerdings ein sozialliberales Bündnis aus SPD und FDP. In der Umfrage ist die FDP mit 11 Prozent klar die drittstärkste Kraft. Die AfD könnte mit 7 Prozent erstmals den Einzug in den Düsseldorfer Landtag schaffen, die Linke muss bei 5 Prozent um die Wahl in das Düsseldorfer Parlament bangen.

          Seit der Nominierung ihres Kanzlerkandidaten Martin Schulz habe sich die NRW-SPD in der Forsa-Umfrage um fünf Prozentpunkte verbessert. Dabei habe sie sowohl frühere Wähler aus dem Nichtwähler-Lager zurückgewonnen als auch auch von Verlusten der CDU und anderer Parteien profitiert, heißt es in der Mitteilung.

          Popularität von Hannelore Kraft sinkt

          Könnten die Bürger in Nordrhein-Westfalen ihren Ministerpräsidenten direkt wählen, würden sich momentan 55 Prozent für SPD-Regierungschefin Hannelore Kraft und 23 Prozent für CDU-Spitzenkandidat Armin Laschet entscheiden. Selbst von den CDU-Anhängern würden mehr für Kraft (45 Prozent) als für Laschet (39 Prozent) stimmen. Allerdings ist die Popularität der SPD-Ministerpräsidentin nicht mehr so ausgeprägt wie noch im Herbst 2015, als sie von 63 Prozent direkt gewählt worden wäre.

          „Ihre abnehmende Beliebtheit“, sagt Forsa-Chef Manfred Güllner, „wird aber durch den Schulz-Effekt kompensiert, den wir mit unseren beiden Erhebungen auch in Nordrhein-Westfalen registriert haben.“ Dieser Effekt wirkt sich ebenso auf die Bundestagswahlabsichten aus. Würde neben dem NRW-Landtag nun auch der Bundestag gewählt, käme im bevölkerungsreichsten Bundesland die SPD aktuell auf 35 Prozent (plus 8 seit Januar), die CDU auf 33 (minus 4). Die Grünen landeten bei 6 Prozent (minus 3), die FDP bei 9 (plus 2), die Linke bei 5 (minus 2) und die AfD bei 7 (minus 1).

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