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Rechtsextremistische Partei : NPD erbt mehr als 750.000 Euro

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Demonstration der rechtsextremen NPD in Erfurt im Mai 2018 (Archivfoto) Bild: AP

Vor einigen Jahren saß die NPD noch in zwei Landtagen. Doch viele Wähler sind inzwischen zur AfD abgewandert. Auch finanziell stellt das die Partei vor Probleme. Jetzt haben ihr drei Sympathisanten eine stattliche Summe hinterlassen.

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          Die rechtsextremistische NPD hat einem „Spiegel“-Bericht zufolge im Jahr 2017 drei Erbschaften im Gesamtwert von mehr als 750.000 Euro erhalten. Das geht aus dem kürzlich veröffentlichten Rechenschaftsbericht der Partei hervor.

          Demnach vermachten zwei NPD-Sympathisanten aus Berlin und Fulda der Partei jeweils 50.000 Euro. Eine weitere Erbschaft im Wert von rund 657.000 Euro hinterließ dem Bericht zufolge ein ebenfalls 2017 verstorbener Gönner aus dem niedersächsischen Dannenberg an der Elbe.

          Dieser habe ein Zigarrengeschäft betrieben und den Rechtsextremisten vor allem Grundstücke und Immobilien vermacht. Deren Wert beziffert die Partei in ihrem Rechenschaftsbericht laut „Spiegel“ mit 556.043 Euro.

          Die NPD steckt seit Jahren in einer tiefen Krise. Viele Wähler sind von den Rechtsextremisten zu den Rechtspopulisten der AfD abgewandert. Im Zuge dieses Schrumpfungsprozesses flog die NPD auch aus den Landtagen in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern.

          Infolge des Misserfolges verstärken sich die Flügelkämpfe: Die „alte NPD“ um den Europaabgeordneten Udo Voigt suchte den Schulterschluss zu den Kameradschaften, Parteichef Frank Franz steht für die „moderne NPD“, die in sozialen Netzwerken auftritt und versucht, sich einen bürgerlicheren Anstrich zu verpassen.

          Auf kommunaler Ebene ist die Partei in 14 Ländern, allen außer Bayern und Hamburg, vertreten. Bei der letzten Bundestagswahl 2017 erhielt die NPD nur 0,4 Prozent der Stimmen – 2013 waren es noch 1,3 Prozent gewesen.

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