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Norbert Röttgen : Männlich, katholisch, aus Nordrhein-Westfalen

Norbert Röttgen im Februar in Berlin Bild: Reuters

Merz, Laschet und Spahn wurden schon als mögliche Kandidaten für die Nachfolge von Kramp-Karrenbauer gehandelt. Mit Norbert Röttgen betritt jetzt ein neuer, unerwarteter Akteur die Bühne. Geht in der CDU nicht schon genug durcheinander?

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          Etwas mehr als ein Viertel aller Mitglieder der nordrhein-westfälischen CDU sind Frauen. Würde Politik ausschließlich den Gesetzen der Mathematik gehorchen, spräche vieles dafür, dass von vier Bewerbern aus Nordrhein-Westfalen für den Vorsitz der Bundes-CDU einer weiblichen Geschlechts wäre. Ist aber nicht so. Bisher gab es drei Männer aus Nordrhein-Westfalen, die im begründeten Verdacht stehen, sich um die Nachfolge der jetzigen Chefin, Annegret Kramp-Karrenbauer, bewerben zu wollen: Friedrich Merz, Armin Laschet und Jens Spahn. Am Dienstag kam ein vierter hinzu.

          Reiner Burger
          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.
          Eckart Lohse
          Leiter der Parlamentsredaktion in Berlin.

          Allerdings wollte Norbert Röttgen, der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, sich keineswegs als Nummer vier bezeichnen lassen, als er am Vormittag im Saal der Bundespressekonferenz überraschend seine Bewerbung auf den Tisch legte. Schließlich sei er bislang der Erste und Einzige, der seine Kandidatur erklärt habe. Damit hatte er recht. Die anderen drei bemühen sich – der eine mit mehr, der andere mit weniger Erfolg –, vor der offiziellen Bewerbung eine interne Einigung herbeizuführen.

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