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Kampf um CDU-Vorsitz : „Ich bin der Kandidat, der die Gefährdungen der CDU klar anspricht“

Wünscht sich mehr Wettbewerb: Norbert Röttgen Bild: Lucas Bäuml

Norbert Röttgen will CDU-Vorsitzender werden. Für ihn steht die Frage im Mittelpunkt: Wie kann die Union Volkspartei bleiben? Etwa nur mit einem Kanzlerkandidaten Söder?

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          Herr Röttgen, können Sie sich vorstellen, dass es doch noch zu einer „Teamlösung“ für den CDU-Vorsitz kommt?

          Jasper von Altenbockum

          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

          Mona Jaeger

          Redakteurin in der Politik.

          Völlig unbestritten ist, dass die CDU ein Team braucht. Das gilt für die Zeit nach dem Parteitag und für den Wahlkampf im nächsten Jahr. Niemand kann die CDU als Ein-Mann-Veranstaltung führen. Eine Mannschaft wird es also so oder so geben.

          Die „Teamlösung“ bezog sich aber auf die Zeit vor dem Parteitag, um eine Kampfkandidatur zu vermeiden. Gibt es dafür eine Chance?

          Meine Kandidatur habe ich vor allem damit begründet, dass es um mehr als nur eine Personalfrage geht. Das wäre zu kurz gegriffen. Es muss um die Frage gehen, wie die CDU dauerhaft Volkspartei bleiben kann. Wir müssen uns politisch auf die gewaltigen Herausforderungen einstellen, die vor uns stehen. Wir haben eine Personalfrage und politischen Klärungsbedarf. Nur die Personalfrage zu stellen würde bedeuten, den Weg der SPD zu gehen. Die SPD hat in den zurückliegenden fünfzehn Jahren ständig ihre Vorsitzenden ausgewechselt, hat sich aber nie inhaltlich definiert. Sich dieser Aufgabe, der inhaltlichen Klärung, zu stellen, das ist der Kern meiner Kandidatur. In diesem Anspruch würde ich gerne mehr und nicht weniger Wettbewerb erfahren.

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