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Essay von Norbert Röttgen : Die Partei der modernen Mitte

  • -Aktualisiert am

Norbert Röttgen am 3. Oktober 2020 auf dem NRW-Tag der Jungen Union Bild: dpa

Wir stehen vor der Aufgabe, am Beginn eines Jahrzehnts, in dem wir Zeugen dramatischer Veränderungen sein werden, uns aus unserer Identität und unseren Werten heraus für eine neue Zeit neu zu begründen und neu zu legitimieren. Ein Essay.

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          Ich möchte als Vorsitzender der Christlich Demokratischen Union Deutschlands erreichen, dass die CDU in dem vor uns liegenden Jahrzehnt die treibende, prägende politische Kraft Deutschlands bleibt. Um zu wissen, wohin die CDU will, lohnt es sich zu vergegenwärtigen, woher sie kommt. Das Einzigartige an der Gründung der CDU besteht darin, dass sie der Erfahrung der vollständigen Katastrophe des Landes infolge des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs entsprungen ist. So radikal wie die Katastrophe war die Konsequenz für die CDU als Partei: ein radikaler Neuanfang.

          Auf den vier Pfeilern, auf denen damals die Neugründung gebaut wurde, ruht die CDU auch heute noch und wird es auch in Zukunft: dem christlichen Verständnis des Menschen, in dem die Christen aller Konfessionen vereint sind, der Gestaltung der Gesellschaft und Wirtschaft nach den Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft, der europäischen Integration als Friedensprojekt und der transatlantischen Partnerschaft als Sicherheitsallianz.

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