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Kinder und Corona : Impfen oder durchseuchen?

  • -Aktualisiert am

Eine Kinderärztin in Viersen impft am 9. Juni einen Jungen gegen Corona. Bild: dpa

Der Mediziner Nikolaus Haas meint, Kinder zu impfen sei nicht nötig. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sieht das anders – und warnt vor einem weiteren „Katastrophenschuljahr“. Ein Streitgespräch.

          5 Min.

          Herr Haas, Herr Lauterbach, über die Rolle der Kinder in der Pandemie wurde von Beginn an gestritten. Erst waren sie „Virenschleudern“, dann doch keine Pandemietreiber. Jetzt heißt es, die Delta-Variante bedrohe vor allem Kinder, wir stünden vor einem heißen Herbst. Wie sehen Sie das?

          Lucia Schmidt
          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Haas: Als es losging mit Corona, wusste keiner, was das neue SARS-Virus mit unseren Kindern anstellt. Vorsicht war in Ordnung. Aber jetzt haben wir Daten. Von 1650 Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren in deutschen Kliniken mussten während der gesamten 18 Monate nur 85 auf die Intensivstation. Jedes einzelne Schicksal ist bedauernswert, aber wenn man das auf alle 15 Millionen Kinder hochrechnet, ist das ein sehr überschaubares Risiko. An oder mit Corona gestorben sind in Deutschland acht Kinder. Das Virus ist ein großes Problem – für Erwachsene. Wir hätten Schulen nicht schließen und Kinder nicht kasernieren müssen.

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