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Not durch tiefe Pegelstände : „Wir sind der system­relevante Riese“

Blick auf den Rhein bei Orsoy Bild: Stephan Lucka

Die Rheinpegel sind mittlerweile so gefallen, dass mitten in der Energiekrise weniger Kohle verschifft werden kann. Das Niedrigwasser legt auch die jahrzehntelangen Versäumnisse im Wasserstraßenbau offen.

  • -Aktualisiert am
          7 Min.

          In Orsoy, kurz hinter Duisburg, dort, wo das Ruhrgebiet sich mit einem Mal ins Landleben verabschiedet, ziehen die Kähne, Schub- und Kuppelverbände in ruhiger, aber rascher Folge wie stets rheinauf- und rheinabwärts. Wie Diamanten funkelt auf den Wellen das Sonnenlicht, das in diesem Sommer schon zu lange viel zu gleißend ist für die perfekte Idylle.

          Reiner Burger
          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Sefan Pelz steht an der Kaimauer des Rheinhafens Orsoy und deutet hinüber. Es geht ihm nicht um den Kühlturm des Steinkohlekraftwerks Walsum 10, der sich mit Macht in den ausgeblichen-blauen Hitzehimmel stemmt, sondern um die trockengefallene Uferlinie davor. „Sehen Sie die Böschung?“, fragt der Leiter Logistik des Hafenbetreibers Niederrheinische Verkehrsbetriebe (NIAG). Wuchtige schlammgraue Basaltbrocken, die sonst den Fluss im Zaum halten, zeigen an, wie dramatisch weit sich das Wasser schon zurückgezogen hat.

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