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Atomkraft und Fracking : Der Energiewahlkampf hat begonnen

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und sein bayerischer Amtskollege Markus Söder (CSU) 2019 in Berlin Bild: imago images / Christian Ditsch

Markus Söder hat vorgeschlagen, eine Wiederaufnahme des Frackings in Niedersachsen zu prüfen. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil weist das brüsk zurück. Er fragt, wie es um die Windenergie in Bayern stehe.

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          Auf kaum einen Politiker reagiert der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil so gereizt wie auf Markus Söder. Der SPD-Politiker hat sich schon häufig über den Politikstil des bayerischen Ministerpräsidenten geärgert. Am Wochenende ist es nun zu einem Nord-Süd-Disput zwischen beiden auf dem Feld der Energiepolitik gekommen. „Geht’s noch?!“, schrieb Weil auf seinem Twitter-Account, nachdem Söder in der „Süddeutschen Zeitung“ Fracking in Deutschland gefordert hatte.

          Reinhard Bingener
          Politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.

          „Fracking von gestern will keiner. Aber es ist sinnvoll zu prüfen, ob es neue und umweltverträgliche Methoden gibt“, sagte Söder und fügte hinzu: „Vor allem in Niedersachsen gibt es nach Ansicht von Experten große Erdgasfelder.“ Aus der Sicht von Weil würde sich mit Fracking in Niedersachsen allerdings die Lasten wie schon bei der Windkraft ungleich zwischen dem Norden und dem Süden verteilen. „Lieber Markus Söder, wie wär’s endlich mit Windkraft in Bayern?“, schoss Weil daher zurück.

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