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Newsletter zur Bundestagswahl : Wird jetzt politisch alles anders?

Bild: F.A.Z.

Merkel geht – kommt Laschet? Können die Grünen ihre guten Umfragewerte in gute Wahlergebnisse überführen? Unser Newsletter „Machtfrage“ zur Bundestagswahl bietet Überblick und Analyse – und Überraschungen.

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          Gleich mal eine etwas persönliche Frage: Jetzt, wo die Pandemie am Ausklingen ist – haben Sie schon ein Gefühl dafür, wie es dem Land, den Bürgern und Ihnen nach Corona gehen wird? Wird jetzt alles anders?

          Mona Jaeger
          Stellvertretende verantwortliche Redakteurin für Nachrichten und Politik Online.

          Das ist ein persönliche Frage, aber es ist auch eine politische. Wir sehnen uns alle nach Normalität, klar, wo die Pandemie doch der permanente Ausnahmezustand war. Im Restaurant essen gehen, in Urlaub fahren, ein Konzert besuchen. Große kleine Freiheiten. Manche wähnen das Land schon auf dem Weg in ein neues Biedermeierzeitalter, allerdings im Mäntelchen der Spaßgesellschaft: Jetzt gönn‘ ich mir mal was! Wem wollte man es verwehren.

          Aber: Wir haben in der Pandemie ja auch gemerkt, zu was Deutschland fähig ist – und fähig sein sollte, Stichwort Digitalisierung in den Schulen, zum Beispiel. Die Pandemie hat angestrengt, aber sie hat auch Kräfte freigesetzt. Stehen wir also vor einer Zeit des großen Aufbruchs?

          Eines ist zumindest klar: Politisch wird bald alles anders – mehr oder weniger. Also vielleicht. Über den Grad der Veränderung wird nicht zuletzt die Stimmung der Gesellschaft entscheiden, nach wieviel Umbruch ihr zumute ist. Merkel geht – wird Laschet kommen? Können die Grünen ihre guten Umfragewerte auch in gute Wahlergebnisse überführen? Und kommt Olaf Scholz doch noch aus der Tiefe des Raums?

          Sehnsuchtsort in Köln
          Sehnsuchtsort in Köln : Bild: dpa

          In unserem Newsletter „Machtfrage“ wollen wir solche Fragen stellen und Sie, liebe Leserin, lieben Leser, durch die spannende Zeit bis zur Bundestagswahl begleiten. Abwechselnd werden mein Kollege Oliver Georgi und ich Ihnen einmal in der Woche – immer dienstags – unseren Blick auf das politische Geschehen präsentieren. Wir werden Themen aufgreifen, über die die Bürger am Abendbrottisch sprechen – aber auch solche, die vielleicht nicht auf jedem Radar sind. Wir wollen Sie informieren, Ihnen Analysen bieten – Sie aber auch mal überraschen. Die nächsten Monate werden dazu bestimmt viele Gelegenheiten bieten.

          F.A.Z. Machtfrage – Der Newsletter zur Bundestagswahl

          jeden Dienstag

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          Die Frage, wieviel Veränderung gewollt und verkraftbar ist, wird wichtig bleiben.

          Ein großer Veränderungsversteher ist ja der Grünen-Ko-Vorsitzende Robert Habeck. Ausgerechnet. Denn seine Partei fordert die größten Umbrüche. Deswegen werden die Grünen aber auch besonders häufig von gutsituierten, gutausgebildeten, oft auch jüngeren Bürgern gewählt. Denen macht die Zukunft, mit welchen Veränderungen sie auch immer verbunden sein mag, keine so große Angst. Und weil die Lebensrealität in Sachsen-Anhalt eben vielerorts anders aussieht, haben die Grünen dort am Sonntag vergleichsweise schwach abgeschnitten, sie kamen gerade mal auf 5,9 Prozent.

          Diese Erklärung leuchtet ein. Die bundesweit guten Umfragen überdecken auch so manche strukturelle und politische Schwäche der Partei. Übrigens ist in dieser Legislaturperiode bei keiner einzigen Landtagswahl ein Ministerpräsident abgewählt worden. Im Osten konnten sich die Amtsinhaber als Bollwerk gegen die AfD behaupten, etwa in Brandenburg Dietmar Woidke. Aber auch im Westen gewannen etwa Malu Dreyer und Winfried Kretschmann.

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