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Neues Sarrazin-Buch : Haarsträubendes zum Islam

Thilo Sarrazin: Sein neues Buch ist voller Absurditäten Bild: dpa

Die neue Kampfschrift von Thilo Sarrazin ist absurd, oberflächlich und voller Fehler. Mit ihr offenbart er vor allem eines: bestürzende Unkenntnis.

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          Man kann verstehen, weshalb die DVA den Druck dieses Buchs abgelehnt hat. Denn es ist voller Fehler und Unkenntnis. Aber auch mit dieser Kampfschrift wird der ehemalige Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin wieder Angst verbreiten und dennoch auf Resonanz stoßen. Sarrazin schreibt so, wie er seinen Lesern den Islam vorstellt: Es gibt nur eine Wahrheit, und das ist seine. Intellektuell ist das Buch eine Enttäuschung. Denn Sarrazin erforscht seinen Gegenstand nicht, er wägt nicht ab. Auch berichtet Sarrazin nicht von eigener Anschauung aus Reisen in der islamischen Welt.

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

          Der Faktencheck fällt nicht günstig aus. Mit Jahreszahlen nimmt es Sarrazin nicht genau (etwa bei der Eroberung von Bagdad durch die Mongolen), nicht mit der Geographie (Sudan ist nicht Teil des Maghreb) und auch nicht mit Übersetzungen. Sarrazin schreibt Namen und Vornamen falsch, verwechselt Aleviten und Alawiten, bringt Laizismus und Säkularismus durcheinander. Zu Afrika behauptet er, „viele Problemstaaten in Afrika und Asien“ würden dadurch geeint, „dass die dort lebenden Menschen überwiegend muslimischen Glaubens sind“. 63 Prozent der Einwohner von Subsahara-Afrika sind jedoch Christen; ihre Staaten gehören zu den ärmsten der Welt.

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