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Verdacht gegen Stephan E. : Auf der Suche nach der potentiellen Tatwaffe

Tatverdächtiger Stephan E. zum Haftprüfungstermin am Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Bild: dpa

Gegen den mutmaßlichen Mörder Walter Lübckes wird nun auch in einem zweiten Fall ermittelt: 2016 wurde in Lohfelden ein Iraker schwer verletzt. Bislang ist die Beweislage laut Ermittlern eher vage.

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          Der mutmaßliche Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, Stephan E., muss sich möglicherweise wegen eines weiteren Verbrechens verantworten. Wie die Staatsanwaltschaft Kassel am Freitag mitteilte, wird derzeit geprüft, ob E. als Täter für einen versuchten Totschlag infrage kommt, der am 6.Januar 2016 im nordhessischen Lohfelden auf einen Iraker verübt worden war.

          Katharina Iskandar
          Verantwortliche Redakteurin für das Ressort „Rhein-Main“ der Sonntagszeitung.

          Der Flüchtling war von einem unbekannten Täter auf einem Fahrrad mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt worden. Wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilte, haben sich inzwischen Anhaltspunkte ergeben, dass Stephan E. möglicherweise auch diese Tat begangen haben könnte. Zu den näheren Umständen, die den Anfangsverdacht begründen, machte die Behörde keine weiteren Angaben und verwies auf „ermittlungstaktische Gründe“. Dem Vernehmen nach sprächen unter anderem „örtliche Begebenheiten“ für eine Tatbeteiligung.

          Am Donnerstag wurde die Wohnung des Beschuldigten in Kassel abermals durchsucht. Wie aus Ermittlerkreisen zu hören war, suchten die Beamten vor allem das Messer, das bei dem Anschlag im Januar 2016 als Tatwaffe eingesetzt worden war; sowie nach weiteren Hinweisen, die Aufschluss über die Tat geben könnten. Diverse Datenträger wurden bereits im Zusammenhang mit den Ermittlungen im Fall Lübcke sichergestellt. Sie werden derzeit noch immer im hessischen Landeskriminalamt ausgewertet. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Kassel sagte: „Ob sich der gegen den Beschuldigten gerichtete anfängliche Tatverdacht bestätigen wird, bleibt dem Ausgang der weiteren Ermittlungen vorbehalten.“ Aus Ermittlerkreisen war zu hören, dem aktuellen Verdacht müsse in jedem Fall nachgegangen werden, allerdings sei die Beweislage derzeit noch „eher vage“.

          Ob die Bundesanwaltschaft auch dieses Verfahren an sich ziehen wird, ist offen. Derzeit leitet sie lediglich das Ermittlungsverfahren im Mordfall Lübcke. Alle anderen mit dem Fall zusammenhängenden Ermittlungen sind weiterhin in Kassel anhängig. So auch die Verfahren gegen die beiden mutmaßlichen Mittäter Elmar J. und Markus H.

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