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Mordfall Walter Lübcke : Neue Informationen zu großem Waffenfund

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Der ermordete Kassler Regierungspräsident Walter Lübcke im Jahr 2012. Bild: dpa

Bei Durchsuchungen im Mordfall am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke hatte die Polizei 46 Waffen gefunden. Die Ermittler durften jedoch nicht sagen, wo und bei wem. Nun hat ein Medienbericht neue Details ans Licht gebracht.

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          Der größte Teil der 46 im Mordfall Lübcke beschlagnahmten Schusswaffen gehört nach Informationen des „Spiegel“ dem in Untersuchungshaft sitzenden Markus H. Bei ihm seien mehr als drei Dutzend Waffen sichergestellt worden, berichtete das Nachrichtenmagazin am Freitag. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe äußerte sich auf Nachfrage nicht zu dem Bericht.

          Fünf Waffen, darunter die Tatwaffe, hatten in einem Versteck gelegen, zu dem der Hauptverdächtige Stephan E. die Ermittler nach seiner Festnahme geführt hatte. Vor gut einer Woche wurde dann bekannt, dass bei Durchsuchungen wesentlich mehr Waffen gefunden worden waren, insgesamt 46 – wo und bei wem, war allerdings offen geblieben.

          Nach Informationen aus Sicherheitskreisen muss noch geklärt werden, ob alle sichergestellten Gegenstände tatsächlich unter das Waffengesetz oder andere waffenrechtlichen Vorschriften fallen. Laut „Spiegel“ soll H. auch sogenannte Dekowaffen gesammelt haben, also unbrauchbar gemachte echte Schusswaffen. Er habe sich auch mit der Möglichkeit beschäftigt, solche Waffen wieder scharf zu machen.

          Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke (CDU) war am 2. Juni in seinem Haus bei Kassel erschossen worden. Der Generalbundesanwalt geht von einem rechtsextremen Hintergrund aus. Über H. und einen zweiten Mann, Elmar J., soll E. an die spätere Tatwaffe gekommen sein. Ihnen wird deshalb Beihilfe zum Mord vorgeworfen. Bei J. wurde dem Bericht zufolge keine der 46 Waffen gefunden.

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