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Neue Verteidigungsministerin : Von der Leyen will Bundeswehr zu attraktivem Arbeitgeber machen

  • Aktualisiert am

Verteidigungsministerin: Ursula von der Leyen Bild: AFP

Deutschlands erste Frau an der Spitze des Wehrressorts will die Bundeswehr „ganz modern“ aufstellen. Ursula von der Leyen sagte, dazu gehöre vor allem auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

          Die künftige Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat große Achtung vor ihrer neuen Aufgabe. „Das ist eine Riesenaufgabe. Ich freue mich darauf, aber ich muss auch sagen, ich habe einen Mordsrespekt auch davor, was da jetzt auf mich zukommt“, sagte von der Leyen am Montag im ARD-„Morgenmagazin“.

          Am vergangenen Donnerstag habe sie im Gespräch mit der Bundeskanzlerin davon erfahren. „Da muss man erst einmal tief Luft holen“, sagte von der Leyen. Sie habe dann ja gesagt. Seitdem tauche sie in diese neue Welt ein.

          Bei der Bundeswehr will von der Leyen auch das einbringen, was sie im Arbeitsministerium gelernt habe. „Die Bundeswehr ist eine Freiwilligen-Armee. Das heißt, sie konkurriert mit vielen anderen zivilen Unternehmen, muss ein attraktiver Arbeitgeber sein“, sagte sie. Themen wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf spielten auch für Soldaten eine Rolle. Die Bundeswehr müsse sich deshalb „ganz modern“ aufstellen.

          Die Nominierung von der Leyens in das neue Kabinett gilt als größte Überraschung der Regierungsbildung. Die 55 Jahre alte Mutter von sieben Kindern ist die erste Frau auf diesem Posten. Von der Leyen habe sich schon immer für „internationale Belange” interessiert, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die neue Bundesregierung soll am Dienstag vereidigt werden.

          Bundeswehrverband begrüßt Berufung

          Der Deutsche Bundeswehrverband (DBWV) befürwortet die Berufung von der Leyens zur neuen Verteidigungsministerin. „Das Ministerium mit Frau von der Leyen an der Spitze hat Potenzial“, sagte DBWV-Vorstandsmitglied Andreas Hubert dem „Hamburger Abendblatt“ (Montagsausgabe). Die frühere Familienministerin sei sensibilisiert für das Thema „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“. Das sei für die Bundeswehr als Freiwilligenarmee ein zentraler Punkt bei der Ausrichtung der Truppe für die Zukunft, hob Hubert hervor.

          Nach dem Wegfall der Wehrpflicht stehe die Bundeswehr bei der Suche nach jungen Talenten in Konkurrenz zu Unternehmen auf dem
          Arbeitsmarkt, die „in der Frage der Familienförderung und Karriereplanung oft weiter sind als wir“, sagte Hubert. „Frau von der Leyen muss dieses Thema in ihrer Amtszeit vorantreiben. Sie bringt dafür gute Voraussetzungen mit.“

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