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In Kliniken und Pflegeheimen : Spahn will Corona-Tests ausweiten

Das Sankt-Antonius-Hospital in Eschweiler testet seine Mitarbeiter regelmäßig auf Corona. Bild: Stefan Finger

In Zukunft sollen die Kassen auch dann die Kosten eines Corona-Tests übernehmen, wenn die Kontaktperson eines Infizierten keine Symptome hat. Zudem soll in Kliniken und Pflegeheimen häufiger getestet werden.

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          Patienten in Krankenhäusern und Bewohner von Pflegeheimen sollen in Zukunft verstärkt auf das neuartige Coronavirus getestet werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat angekündigt, bis Ende Mai eine Verordnung vorzulegen, die „präventive Reihen-Tests in Krankenhäusern und Pflegeheimen ermöglicht“. Mit der Verordnung will das Ministerium die Kriterien erweitern, bei deren Erfüllung die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten der Tests übernehmen müssen.„Wenn Patienten und Bewohner aufgenommen oder verlegt werden, sollten Sars-CoV-2-Tests die Regel sein“, sagte Spahn der Zeitung „Die Welt“. Wenn es in einer Einrichtung zu einer Corona-Infektion kommt, sollen zudem alle Bewohner sowie das gesamte Personal getestet werden. Auch symptomlose Kontaktpersonen von Infizierten sollen erstmals Anspruch auf einen Test haben.

          Kim Björn Becker

          Redakteur in der Politik.

          Die Deutsche Krankenhausgesellschaft fordert allerdings, dass Spahn noch mehr tun müsse. Es sei nötig, symptomfreie Mitarbeiter in Krankenhäusern regelmäßig zu testen, fordert der Verband der Kliniken – und nicht erst dann, wenn es in einer Einrichtung zu einem Corona-Fall gekommen ist. „Niederschwellige Tests sind eine zentrale Voraussetzung für die Eindämmung der Epidemie und die Wiederaufnahme der Regelversorgung“, sagte Gerald Gaß, der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Damit medizinisches Personal noch häufiger getestet werden könne, müsse das Ministerium die Mitarbeiter von Krankenhäusern als „gefährdete Gruppe“ in die Verordnung aufnehmen.

          Die Krankenkassen kritisieren, dass sie mehr Untersuchungen bezahlen sollen. Die Tests auszuweiten, sei zwar „inhaltlich ein richtiger Schritt“, sagte eine Sprecherin des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenversicherung. Das Testen von symptomfreien Menschen gehöre aber nicht zu den Aufgaben der Kassen und müsse daher aus Steuermitteln bezahlt werden. Bundestag und Bundesrat hatten die Ausweitung der Tests in der vergangenen Woche beschlossen und Spahn ermächtigt, eine entsprechende Verordnung vorzulegen. Für eine Million zusätzlicher Tests entstehen den Kassen laut Gesetz etwa 60 Millionen Euro Kosten.

          Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts haben sich in Deutschland seit dem Beginn der Pandemie insgesamt mehr als 12.000 Mitarbeiter in Krankenhäusern, Arztpraxen, Dialysezentren und Rettungsdiensten mit dem Virus infiziert. Derzeit tragen schätzungsweise etwas mehr als 500 Mitarbeiter das Virus in sich, wobei nicht alle Fälle erfasst werden.

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