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Podcasts aus Steuermitteln : Die Radioshow der Bundesregierung

Am 8. Juni 2006 veröffentlichte die Bundeskanzlerin ihren ersten Video-Podcast. Beim statementhaften Charakter von „Angela Merkel – die Kanzlerin direkt“ ist es im Wesentlichen geblieben. Bild: dpa

Über Podcasts suchen Ministerien und die Bundesregierung den Kontakt zum jungen Publikum. Was das kostet und wieso Juristen darin eine mögliche Grenzüberschreitung sehen.

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          Wenn mit Berufung auf „Regierungskreise“ berichtet wird, handelt es sich meist um vertrauliche Informationen, die Journalisten von Mitarbeitern der Regierung erhalten haben. Der Podcast der Bundesregierung verspricht, seinem Titel „Aus Regierungskreisen“ nach, einen Blick hinter die Kulissen. Interviewt werden Behördenleiter, Diplomaten oder Beauftragte der Regierung zu Sachthemen. Allerdings vermeidet man den Weg über unabhängige Medien – und kommuniziert direkt mit dem Bürger.

          Timo Steppat

          Redakteur in der Politik.

          Das Podcastformat, das im September gestartet ist, fügt sich in die Strategie des Bundespresseamtes (BPA) ein. Seit einigen Jahren versucht die Bundesregierung über soziale Medien gezielt ein jüngeres Publikum anzusprechen. Als die Kanzlerin noch Dienstreisen unternahm, gab es Bilder aus dem Regierungsflugzeug oder Aufnahmen hinter den Kulissen von Verhandlungen. Seit einigen Jahren hat die Bundeskanzlerin einen Videopodcast, der allerdings vor allem einem aufgezeichneten Statement entspricht.

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