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Partys auf Mallorca : Maas droht leichtsinnigen Urlaubern mit neuen Corona-Beschränkungen

  • Aktualisiert am

Bundesaußenminister Heiko Maas Bild: EPA

Der Außenminister übt scharfe Kritik an den Partyszenen auf Mallorca. Das Verhalten der Urlauber sei gefährlich und rücksichtslos. Er warnt: Neue Beschränkungen könnten unvermeidbar werden.

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          Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat mit neuen Corona-Beschränkungen gedroht, sollten sich Urlauber wie zuletzt auf Mallorca wenig verantwortungsvoll verhalten. „Uns ist es gerade erst gelungen, in Europa die Grenzen wieder zu öffnen. Das dürfen wir jetzt nicht durch leichtsinniges Verhalten aufs Spiel setzen“, sagte Maas den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Donnerstag. „Sonst werden neue Beschränkungen unvermeidbar sein.“

          Zu den Party-Bildern von Mallorca sagte Maas: „So ein Verhalten ist nicht nur gefährlich, sondern auch rücksichtslos gegenüber allen, die auch in Sicherheit ihren Urlaub verbringen möchten.“ Viele Urlaubsregionen hätten monatelang hart daran gearbeitet, dass Touristen jetzt wieder einreisen können. „Die Regelungen dienen dem Schutz: der Menschen vor Ort, der Freunden in Familien in Deutschland, zu denen wir zurückkehren und letztlich auch den Urlauberinnen und Urlaubern selbst.“

          Auf Mallorca hatten Hunderte Menschen am Wochenende getrunken, getanzt und gefeiert, ohne Schutzmaske zu tragen und ohne den in ganz Spanien vorgeschriebenen Sicherheitsabstand von mindestens eineinhalb Metern einzuhalten. Mallorca hatte daraufhin eine besonders strenge Maskenpflicht erlassen und alle Vergnügungslokale im Herzstück des vor allem von deutschen Touristen gern besuchten „Ballermanns“ an der Playa de Palma zwangsgeschlossen.

          Maas zugleich Erwartungen an eine rasche Aufhebung weiterer Reisewarnungen. „In vielen Ländern läuft gerade eine zweite Welle an – schon deshalb können wir uns mit der Reisewarnung keine Experimente erlauben“, sagte er. Entscheidend sei „allein die Sicherheit der Reisenden“.

          Innerhalb der EU würden eine gemeinsame Datenbasis und abgestimmte Verfahren helfen. „Außerhalb Europas ist die Lage viel schwerer zu beurteilen“, sagte Maas. „Trotzdem schauen wir uns die Daten ständig neu an, gerade auch die aus der Türkei.“

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