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Neue Arbeitsministerin : Nahles verspricht Mindestlohn bis 2017

  • Aktualisiert am

Neue Hausherrin: Von Ursula von der Leyen (l.) übernahm Andrea Nahles das Bundesarbeitsministerium mit einem Etat von gut 120 Mrd. Euro Bild: dpa

Kaum im Amt, setzt Andrea Nahles erste Duftmarken. Die Ministerin mit dem größten Etat garantiert den flächendeckenden Mindestlohn innerhalb der nächsten drei Jahre und sagt dem „Anwesenheitswahn“ in Firmen den Kampf an.

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          Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat einem Zeitungsbericht zufolge zugesichert, dass der Mindestlohn spätestens 2017 bundesweit gilt. „Ohne gesetzlichen Mindestlohn gäbe es keine Große Koalition. Deshalb kann ich garantieren: Ab 1. Januar 2017 wird niemand in Deutschland weniger als 8,50 Euro pro Stunde verdienen“, sagte Nahles der „Bild“-Zeitung (Mittwochsausgabe). Bestrebungen in der Union, Ausnahmen für den Mindestlohn zu definieren, erteilte sie eine Absage. „Ausnahmen wird es nicht geben - trotz aller Fluchtphantasien in Teilen der Union“, sagte Nahles weiter.

          Familienfreundlichere Arbeitszeiten gefordert

          Außerdem forderte sie familienfreundlichere Arbeitszeiten in Unternehmen. „Wir müssen Vollzeit neu definieren. Mit dem Anwesenheitswahn muss Schluss sein, denn Familien brauchen auch Zeit“, sagte Nahles. Wenn in Betrieben stärker teamorientiert gearbeitet werde, könne man sich selbst in Spitzenjobs gegenseitig vertreten. „Dann ist es möglich, dass Papa oder Mama auch mal nachmittags nach Hause gehen, wenn sie das Krippenspiel ihres Kindes anschauen wollen“, sagte Nahles. Sie wünsche sich eine große gesellschaftliche Debatte über das Thema. „Und dann auch konkrete Erfolge.“

          Das erste Gesetz, das sie in ihrem neuen Amt anpacken werde, sei das zum abschlagsfreien Renteneintritt mit 63 nach 45 Beitragsjahren. „Am 1. Juli 2014 wird ein großer Teil derer, die ihr Leben lang hart geschuftet haben, im Alter von 63 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen können“, kündigte Nahles an.

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