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Im Imbiss oder an der Kasse : Hunderte Beamte aus Ministerien jobben nebenher

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Eine Beamtin hatte einen Nebenjob als Supermarkt-Kassiererin (Symbolbild). Bild: dpa

Um sich etwas dazuzuverdienen, haben Hunderte Ministerialbeamte in Berlin einen Nebenjob. Sie verkaufen Wein, Bratwürste und Kosmetik, hüten Hunde und vermitteln Versicherungen – und sitzen bei Edeka an der Kasse.

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          Hunderte Beamtinnen und Beamte des Bundes haben in der laufenden Legislaturperiode überwiegend bezahlte Nebentätigkeiten in privatwirtschaftlichen Unternehmen ausgeübt. Das geht aus der Antwort des Innenministeriums auf eine kleine Anfrage der Linken-Fraktion hervor, die der Zeitung Rheinische Post aus Düsseldorf vorliegt.

          Demnach entfielen von insgesamt 450 Fällen allein über 200 Nebentätigkeiten auf Beamte des Finanzministeriums. Sie verdienten sich etwa mit Versicherungsvermittlungen, dem Vertrieb von Kosmetik, der Haustierversorgung, mit Lehrtätigkeiten, Vorträgen oder als Mitgesellschafter eines Weinhandels Geld dazu.

          Finanzbeamter testet Computerspiele

          Ein Finanzbeamter hatte Zeit für eine Nebentätigkeit als Produkttester für Computerspiele, ein Beamter des Familienministeriums jobbte nebenbei in einem Imbissbetrieb. Das Innenministerium erlaubte einer Beamtin oder einem Beamten, nebenher bei Edeka an der Kasse zu arbeiten, wie aus der Antwort hervorgeht.

          Die Bundesregierung hat in der laufenden Legislaturperiode überdies mehr als 800 Beamtinnen und Beamte an Unternehmen ausgeliehen. Umgekehrt arbeiteten in dieser Periode bisher 28 externe Arbeitskräfte vorübergehend in den Bundesministerien mit, darunter die meisten im Auswärtigen Amt.

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