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Nebeneinkünfte : Robin Steinbrück und Bruder Sigmar

Gabriel nennt das Vorgehen der Koalition in Sachen Nebeneinkünfte „erbärmlich“. Über die Einnahmen des Kanzlerkandidaten kann man das nicht sagen.

          Als der Kanzlerkandidat der SPD verkündete, ein Wirtschaftsprüfer werde prüfen, wie viel er, Steinbrück, mit Vorträgen verdient habe, da ahnte man schon, dass es sich nicht um kleine Zahlen handeln würde, weder bei den Vorträgen noch bei den dafür überwiesenen Honoraren.

          Kompliziert wurde die Sache zusätzlich dadurch, dass Steinbrück offenbar als eine Art Robin Hood der Vortragsbranche durch Europa tingelte. Doch selbst nachdem er den Armen reichlich von dem gegeben hatte, was er noch reichlicher von den Reichen genommen hatte, soll ihm eine gute Million übrig geblieben sein - sauer verdientes Geld, wie man so sagt, wenn auch vielleicht nicht unbedingt an der Volksschule Sauerland.

          Der amtierende SPD-Vorsitzende aber hat mit solchen Einkommensverhältnissen keine Probleme. Bruder Tuck (um im Bild zu bleiben) findet es vielmehr „erbärmlich“, „wie jene damit umgehen, die öffentlich diese Offenlegung gefordert haben“. Natürlich meint er damit die Eigentorschützen aus Union und FDP. Deren Forderung schloss sich seinerzeit freilich sogleich der Arbeitnehmerflügel der SPD an.

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