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Nebeneinkünfte im Bundestag : Gauweiler soll fast eine Million verdient haben

  • Aktualisiert am

Peter Gauweiler Bild: dpa

In den ersten neun Monaten der Legislaturperiode soll Peter Gauweiler fast eine Million Euro nebenbei verdient haben. Der CSU-Bundestagsabgeordnete könnte nach einem Bericht aber auch deutlich mehr kassiert haben.

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          Peter Gauweiler soll in den ersten neun Monaten der andauernden Legislaturperiode bislang fast eine Million Euro an Nebeneinkünften kassiert haben. Der Anwalt und Bundestagsabgeordnete der CSU habe mindestens 967.500 Euro nebenbei verdient berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ unter Berufung auf Berechnungen des Internetportals abgeordnetenwatch.de

          Insgesamt liege die Summe der Honorare von Gauweiler allerdings wohl weitaus höher, da Bundestagsabgeordnete ihre Einkünfte nicht auf den Euro genau angeben müssen, sondern nach den Richtlinien des Bundestags in zehn Stufen einzuordnen haben. Die höchste dieser Stufen ist dabei mit „über 250.000 Euro“ definiert. Für wen Gauweiler und die anderen Parlamentarier tätig sind, ist auf ihren Profilen auf der Homepage des Bundestags nachzusehen.

          Nebenverdiener gibt es in allen Fraktionen

          Nach den Angaben des „Spiegel“ würden mittlerweile 25 Prozent der Abgeordneten einer Zusatztätigkeit nachgehen - von den Mitgliedern der CSU-Fraktion würde jedoch fast jeder Zweite noch Nebeneinkünfte eintreiben. Nebenverdiener gebe es jedoch in allen Fraktionen des Bundestags.

          Unter den dreizehn Bundestags-Mitgliedern, die seit Oktober vergangenen Jahres mindestens 100.000 Euro und mehr eingenommen haben, finden sich laut dem Nachrichtenmagazin elf Parlamentarier der Union, darunter die Nürnberger CSU-Abgeordnete Dagmar Wöhrl sowie die CDU-Politiker Norbert Röttgen und Philipp Mißfelder - auf Platz neun werde der ehemalige Kanzlerkandidat Peer Steinbrück geführt. Er habe unter anderem mittlerweile bei der Unternehmensberatung des Landshuter CSU-Politikers Wolfgang Götzer angeheuert.

          Die Diskussionen um die gut und sehr gut bezahlten Vorträge von Peer Steinbrück im Bundestagswahlkampf hatten dazu geführt, dass die Regeln für die Veröffentlichung der Nebeneinkünfte für Bundestagsabgeordnete geändert wurden: Statt der vorangegangen drei gibt es nun zehn Stufen.

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