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Zwei Jahre nach Hanau : „Wir müssen empathischer mit den Menschen umgehen“

Bundesinnenministerin Faeser in ihrem Büro im Ministerium. Bild: Jens Gyarmaty

Bundesinnenministerin Nancy Faeser spricht im F.A.S.-Interview über Rechtsextremisten und darüber, wie Deutschland mit deren Opfern umgehen sollte.

          7 Min.

          Frau Ministerin, Sie haben kürzlich gesagt, der rechtsterroristische Anschlag von Hanau, der sich nun zum zweiten Mal jährt, sei das Schlimmste, was Sie je erlebt hätten. Wie erinnern Sie sich an jenen Tag?

          Helene Bubrowski
          Politische Korrespondentin in Berlin.
          Friederike Haupt
          Politische Korrespondentin in Berlin.

          Ich hatte frühmorgens erfahren, was in der Nacht passiert war, und war zutiefst schockiert. Dann machte ich mich auf den Weg in den Hessischen Landtag, wo wir eigentlich Landtagssitzung gehabt hätten. Doch schon auf dem Weg dorthin habe ich mit den anderen Fraktionsvorsitzenden telefoniert und gesagt, dass wir doch nicht so tun könnten, als wäre in Hanau nichts passiert. Und dann haben wir, gemeinsam mit dem Landtagspräsidenten, entschieden, die Sitzung ausfallen zu lassen. Später am Tag war ich gemeinsam mit dem Bundespräsidenten vor Ort. Wir besuchten die Tatorte. Die waren noch abgesperrt. Das war furchtbar.

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