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Nach Zitteranfällen : Merkel absolviert Begrüßung teilweise im Sitzen

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Kanzlerin Angela Merkel am Donnerstag beim Empfang der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen Bild: EPA

Zitteranfälle der Kanzlerin bei der Begrüßung von Staatsgästen führten zu Spekulationen über ihren Gesundheitszustand. Nun empfängt sie die dänische Ministerpräsidentin auf ungewohnte Weise. Auch auf der Pressekonferenz äußert sie sich dazu.

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          Nach mehreren Zitteranfällen bei der Begrüßung ausländischer Regierungschefs hat Bundeskanzlerin Angela Merkel das Zeremoniell am Donnerstag teilweise im Sitzen absolviert. Sie und die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen saßen beim Abspielen der Nationalhymnen auf Stühlen mit weißem Stoffbezug vor dem Kanzleramt.

          Die Stühle standen auf einem kleinen Podest, von dem aus die Kanzlerin und ihr jeweiliger Gast die Nationalhymnen normalerweise im Stehen anhören.

          Bei diesem Anlass hatte Merkel zuletzt am Mittwoch einen Zitteranfall erlitten, als sie den finnischen Regierungschef Antti Rinne mit militärischen Ehren empfing. Anschließend versicherte sie, es gehe ihr gut: „Man muss sich keine Sorgen machen.“

          Auf der anschließenden Pressekonferenz stellte Merkel bezüglich ihrer Gesundheit noch einmal klar, dass sie sich „um die Verantwortung ihres Amtes bewusst“ sei und dementsprechend handeln würde.

          Erstmals hatte die Kanzlerin Mitte Juni beim Empfang des neuen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj heftig gezittert. Wenige Tage später erlitt sie bei der Ernennung der neuen Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue abermals einen solchen Anfall.

          Die „Stuttgarter Zeitung“ und die „Stuttgarter Nachrichten“ hatten aus Regierungskreisen berichtet, Merkels Zitteranfall bei der Ernennung Lambrechts sei psychologisch bedingt gewesen. Es sei kein gesundheitliches Problem, sondern Kopfsache. Merkel wird in der kommenden Woche 65 Jahre alt.

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