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Nach Terroranschlag in Hanau : Leben ohne Gökhan

Muslime beten in der Moschee des Islamischen Vereins Hanau Bild: Marcus Kaufhold

Mert Gültekin und sein Onkel Gökhan teilten sich ein Zimmer. Seit Mittwoch ist darin ein Bett leer. Mert kann es immer noch nicht fassen.

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          Als Mert Gültekin am Freitag einen Bekannten in Hanau traf, starrte der ihn ungläubig an. „Wir dachten, du bist auch tot“, sagte der Bekannte und umarmte Mert. In den sozialen Netzwerken kursierte die Info, dass Mert zu den Opfern des rechtsextremen Anschlags von Hanau zähle, es gab ein Bild von ihm mit der Aufschrift „Ruhe in Frieden“. Es ist nicht wahr. Mert lebt, aber sein Onkel Gökhan ist tot.

          Tobias Schrörs
          Politikredakteur.

          Die beiden standen sich sehr nahe. Näher noch als Brüder, sagt Mert. Er ist 25 und holte sich oft Rat bei Gökhan. Die beiden teilten sich ein Zimmer im Haushalt von Merts Großeltern. Alle vier lebten unter einem Dach: die Oma, der Opa, deren Sohn Gökhan und der Enkel Mert. Wenn Mert früher als Gökhan zu Hause war, wartete er manchmal mit dem Einschlafen auf seinen Onkel. Dann sprachen sie noch miteinander. Zwischen den Betten nur ein Nachttisch.

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