https://www.faz.net/-gpf-9mk58

Ergebnislose Ressortgespräche : Kanzleramt macht Wölfe zur Chefsache

  • -Aktualisiert am

Ab wann sollen Wölfe abgeschossen werden dürfen? (Symbolbild) Bild: dpa

Die Umweltministerin konnte sich mit der Landwirtschaftsministerin bislang nicht auf eine gemeinsame Linie zum Abschuss von Wölfen einigen. Das Thema ist aufgeladen – vor allem in Ostdeutschland.

          1 Min.

          Das Bundeskanzleramt hat die bisher ergebnislosen Ressortgespräche über den Abschuss von Wölfen an sich gezogen. Das bestätigte ein Sprecher des Bundesumweltministeriums der F.A.Z. Bisher haben sich die sozialdemokratische Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, die zugleich stellvertretende CDU-Vorsitzende ist, trotz langer Verhandlungen nicht darauf einigen können, unter welchen Umständen Wölfe erschossen werden dürfen.

          Eckart Lohse
          Leiter der Parlamentsredaktion in Berlin.

          Die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer sagte am Freitag in Berlin, sie wolle sich nicht zu „internen Abläufen“ äußern. Es handele sich beim Thema Wölfe um einen „normalen Abstimmungsprozess“.

          Klöckner und Schulze waren erst im Januar bei einem als „Wolfsgipfel“ bezeichneten Treffen mit dem Versuch einer Einigung gescheitert. Kurz gesagt will Klöckner die Hürden für einen Abschuss der Tiere weniger hoch ansetzen als Schulze.

          Das Thema ist politisch aufgeladen, besonders in Ostdeutschland. Im Bundestag wurde schon mehrmals im Plenum und in den Ausschüssen über den Umgang mit der wachsenden Wolfspopulation debattiert. Derzeit sind es etwa tausend Tiere.

          Die AfD zieht seit längerer Zeit offen Vergleiche zwischen dem Vordringen der Wölfe nach Deutschland und der Flüchtlingsbewegung. Vor den Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) das Thema offenbar geklärt wissen.

          Weitere Themen

          Union sieht Verantwortung bei Scholz Video-Seite öffnen

          Wirecard-Skandal : Union sieht Verantwortung bei Scholz

          Der Obmann der CDU/CSU-Fraktion im Wirecard-Untersuchungsausschuss, Matthias Hauer, hat in dem Skandal schwere Vorwürfe gegen Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) erhoben.

          Topmeldungen

          Ist jetzt alles wieder gut? Armin Laschet und Markus Söder bei der Vorstellung des Wahlprogramms am Montag

          F.A.Z.-Machtfrage : Wer braucht schon Wahlprogramme?

          Wahlkampf ist nur Marketing und Werbung? Über den Sinn von Wahlprogrammen lässt sich zumindest streiten. Helfen die 139 Seiten Unions-Programm dem Kanzlerkandidaten Armin Laschet?
          Wohnhäuser wie dieses findet man nur noch selten in Frankfurt, außer man ist steinreich.

          Stadtplanung im Ballungsraum : Die Wohnungsbau-Misere

          Vor zehn Jahren war der Markt für Wohnungen in Frankfurt noch in Ordnung. Seither geht es bergab. Doch auf der Suche nach den Gründen muss man noch weiter zurückblicken.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.