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Nach Pro-Erdogan-Demo : Kauder fordert von Deutsch-Türken Loyalität zu Deutschland

  • Aktualisiert am

30.000 Türkischstämmige demonstrierten am Sonntag in Köln. Bild: dpa

Politiker sorgen sich um Erdogans harten Kurs. Volker Kauder (CDU) fordert von Deutsch-Türken ein klares Bekenntnis zu Deutschland. Unterdessen hat die Landesregierung in Rheinland-Pfalz angekündigt, ihre Verhandlungen mit Ditib zu prüfen.

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          Nach der Pro-Erdogan-Demonstration am Wochenende in Köln hat Unions-Fraktionschef Volker Kauder ein deutliches Bekenntnis zu Deutschland von den hier lebenden Türken gefordert. „Die Bürger müssen sich in erster Linie zu dem Staat bekennen, in dem sie leben“, sagte der CDU-Politiker der in Bielefeld erscheinenden „Neuen Westfälischen“. Ein Fußballspieler müsse sich auch für eine Nationalmannschaft entscheiden. Generell bedenklich sei es, wenn die türkische Regierung und die AKP versuchten, ihre Anhänger in Deutschland zu beeinflussen: „Das schadet der Integration.“

          Am Sonntag hatten in Köln rund 40.000 Erdogan-Anhänger gegen den versuchten Militärputsch in der Türkei demonstriert. Eine Live-Übertragung mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan war vom Bundesverfassungsgericht untersagt worden.

          In Rheinland-Pfalz prüft derweil die Landesregierung weitere Verhandlungen mit dem türkisch-islamischen Verband Ditib für den Islamunterricht an Schulen. Dem waren bundesweite Diskussionen um den Einfluss der türkischen Regierung
          auf den Verband vorausgegangen. „Ich habe großes Vertrauen in unsere Bürger und Bürgerinnen mit türkischen Wurzeln, aber es ist genauso selbstverständlich, dass wir zu jeder Zeit auf die Einhaltung unserer unverrückbaren Wertevorstellungen bestehen“, teilte Dreyer am Montag in Mainz mit. „Wir werden nicht zulassen, dass innenpolitische
          Konflikte aus der Türkei in Rheinland-Pfalz ausgetragen werden.“ Sie sprach von einer kritischen Prüfung weiterer Verhandlungen, warnte aber vor voreiligen Schlüssen.

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