https://www.faz.net/-gpf-85eif

Nach OB-Wahl in Dresden : Pegida will bei Landtagswahlen antreten

  • Aktualisiert am

Anhänger des islamkritischen Bündnisses Pegida Bild: dpa

Die islamfeindliche Pegida-Bewegung will sich künftig an Langtagswahlen beteiligen. Wie der Vorsitzende Lutz Bachmann ankündigte, werde man sich bereits bei der kommenden Wahl in Baden-Württemberg um Mandate bewerben.

          Der Mitbegründer der anti-islamischen Pegida-Bewegung, Lutz Bachmann, hat angekündigt, dass sein Bündnis künftig bei Landtagswahlen antreten will. „Wir werden bei den im nächsten Jahr in Deutschland anstehenden vier Landtagswahlen Kandidaten ins Rennen schicken“, sagte Bachmann nach Angaben der „Leipziger Volkszeitung“ bei einem Auftritt am Montagabend in der Leipziger Innenstadt. Pegida werde dabei aber nicht als Partei, sondern als Bürgerbewegung agieren, erklärte er.

          „Zum ersten Mal werden wir am 16. März bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg versuchen, mit Direktmandaten in den Landtag zu kommen“, erklärte Bachmann laut „LVZ“ bei einer Versammlung, zu der laut Polizeiangaben etwa 800 Anhänger gekommen seien. Diese Entscheidung sei ein Ergebnis des Erfolges bei der jüngsten Dresdener Oberbürgermeisterwahl.

          Zehn Prozent der Stimmen

          Dabei hatte die Pegida-Kandidatin Tatjana Festerling im ersten Wahlgang Anfang Juni fast zehn Prozent der Stimmen geholt. Dies sei innerhalb weniger Wochen und mit einem extrem kleinem Budget gelungen, sagte Bachmann dem Bericht zufolge. „Mit mehr Vorbereitung und mehr Einsatz wären 25 Prozent möglich gewesen“, fügte er laut „LVZ“ hinzu.

          Neben Baden-Württemberg werden im kommenden Jahr auch in Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern neue Landesparlamente gewählt. Pegida ist die Abkürzung von „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“, Hochburg der Bewegung ist Dresden. Im Januar spaltete sich Pegida im Streit um Bachmanns Haltung auf.

          Weitere Themen

          Iran hält ausländischen Tanker fest

          Im Persischen Golf : Iran hält ausländischen Tanker fest

          Laut iranischen Staatsmedien haben die Revolutionsgarden einen Öltanker gestoppt und die Crew verhaftet. Der Tanker soll demnach eine Million Liter Treibstoff in den Persischen Golf geschmuggelt haben.

          Niemand will einen Pull-Effekt Video-Seite öffnen

          Seehofer zur Seenotrettung : Niemand will einen Pull-Effekt

          Es gehe daher darum, einen kontrollierten Mechanismus auszuarbeiten, damit sich nicht bei jedem Schiff ein „quälender Prozess“ bei der Verteilung der Flüchtlinge entwickle, sagte der Bundesinnenminister. Die EU-Innenminister verhandeln dazu in Helsinki.

          Topmeldungen

          Der Blick auf die Oberbaumbrücke, die Friedrichshain und Kreuzberg verbindet.

          Glücklich im Job : Wo die Arbeit am meisten Spaß macht

          Laut einer neuen Auswertung leben die glücklichsten Arbeitnehmer in Berlin. Aber was fördert überhaupt die Zufriedenheit von Mitarbeitern? Mehr Freizeit statt mehr Geld ist nur eine Möglichkeit.

          Trumps Ausfälle : Rassist? Hetzer!

          Trumps Anhänger lieben es, wenn er vulgär und beleidigend wird. Das nennt man Mobilisierung. Da spielt es fast keine Rolle, ob er ein Rassist ist oder nicht. Dem Land dient das in keinem Fall.
          Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter

          Sorge um Marktdominanz : EU genehmigt Vodafones Milliardendeal

          Mit der Übernahme von Unitymedia dominiert Vodafone künftig das deutsche Kabelnetz. Der Vodafone-Chef spricht von 25 Millionen Haushalten, die bald mit Gigabit-Tempo an das Internet angebunden werden. Die Wettbewerber sind besorgt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.