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Nach neuer G20-Fotofahndung : 13 mutmaßliche Gewalttäter identifiziert

  • Aktualisiert am

Ungewöhnliche Öffentlichkeitsfahndung: Fotos von Tatverdächtigen nach denen im Zusammenhang mit den Ausschreitungen beim G20-Gipfel gefahndet wird. Bild: dpa

Die rechtlich umstrittene Foto-Fahndung der Hamburger Polizei nach Tätern der G-20-Krawalle im Juli 2017 bringt erste Ergebnisse.

          Gut zwei Wochen nach Beginn der zweiten Öffentlichkeitsfahndung nach mutmaßlichen G20-Gewalttätern hat die Polizei 13 Menschen identifiziert. Insgesamt seien knapp 100 Hinweise eingegangen, sagte eine Polizeisprecherin. Mitte Mai hatten Polizei und Staatsanwaltschaft die Bilder von 101 Frauen und Männern veröffentlicht. Ihnen werden Straftaten wie schwerer Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung oder Plünderung vorgeworfen.

          Bereits im Dezember hatten die Ermittler eine erste Öffentlichkeitsfahndung nach 107 Tatverdächtigen gestartet. Insgesamt wurden dabei nach Angaben der Staatsanwaltschaft 35 Personen identifiziert. Gegen zwei der Verdächtigen sei Anklage erhoben und in einem Fall ein Strafbefehl beantragt worden. Gegen die anderen Verdächtigen dauerten die Ermittlungen an.

          Kritik an der Fahndungsmethode kam damals von Hamburgs Datenschutzbeauftragtem Prof. Johannes Casper. Als massenhaft einzusetzende Standardmaßnahme für die Strafverfolgung sei die Öffentlichkeitsfahndung gerade im Internetzeitalter nicht angemessen, sagte er. Auch die Linken lehnen diese Form der Öffentlichkeitsfahndung ab.

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