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Nach Millionenverlust : Führen im Geiste eines Managers

Gregor Maria Hanke, Bischof von Eichstätt Bild: dpa

Der Finanzskandal im Bistum Eichstätt setzt erstaunliche Kräfte frei. Bischof Hanke will die Leitung völlig neu aufbauen, die Kleriker sollen an Bedeutung verlieren.

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          Womit sich die Bayern politisch identifizieren, wofür sie sich interessieren und wie sie sich informieren, das alles wollte im vergangenen Herbst die CSU-nahe Hanns-Seidel-Stiftung wissen. Als die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen kürzlich die Ergebnisse präsentierte, war das Erstaunen groß, denn das Vertrauen der Bayern in die Kirchen war noch geringer als das in die Parteien und die Medien. Um das Ansehen der Kirchen ist es demnach mehr als schlecht bestellt. Gingen die Meinungsforscher heute abermals ins Feld, dann würden die Werte womöglich noch schlechter ausfallen. Denn nach dem Thema „Missbrauch“ hat die Katholiken in Bayern jetzt auch das Thema „Misswirtschaft“ eingeholt.

          Daniel Deckers

          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

          Ende Januar machte das Bistum Eichstätt öffentlich, dass es im vergangenen Jahr einen vormaligen stellvertretenden Finanzdirektor angezeigt hat. Der Vorwurf, den die in Wirtschaftsstrafsachen erfahrene Staatsanwaltschaft München II nach eingehender Prüfung für so gewichtig hielt, dass Stefan W. in Untersuchungshaft genommen wurde, lautet auf Betrug und Untreue zu Lasten der Kirche. In Zahlen ausgedrückt: Das oberbayerische Bistum ist um fast fünfzig Millionen Euro ärmer. Wie das?

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