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Nach Maaßen-Debatte : Konservative Werteunion meldet neuen Mitgliederrekord

  • Aktualisiert am

Der Bundesvoristzend der Werteunion Alexander Mitsch spricht bei einer Jahrestagung der Vereinigung am 15. Juni 2019. Bild: dpa

Die Debatte um den ehemaligen Verfassungsschutzpräsident Maaßen hat die konservative Vereinigung von Unions-Politikern gestärkt. Die „Werteunion“ meldet einen Mitgliederanstieg um mehrere Hundert in den vergangenen Tagen.

          Die „Werteunion„ meldet einen neuen Mitgliederrekord. Die Mitgliederanzahl der konservativen Vereinigung innerhalb der Union sei in den vergangen Tagen um mehrere Hundert gestiegen und liege mittlerweile bei fast 3000, sagt der Vorsitzende der Werteunion, der CDU-Politiker Alexander Mitsch, in der aktuellen Ausgabe des „Spiegel“. „Wir kommen gar nicht mehr hinterher, alle Mitgliedsanträge zu bearbeiten. Demnächst müssen wir wohl eine Aufwandsentschädigung für die Sachbearbeitung einplanen“, sagt Mitsch. „Ehrenamtlich ist das nicht mehr zu bewältigen.“

          Die Mitgliedsnachfrage ist nach der Debatte um einen Parteiausschluss des ehemaligen Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen gestiegen. Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hatte sich am Wochenende zur Rolle Maaßens in der CDU geäußert – und eine Debatte um dessen Parteiausschluss entfacht. „Ich sehe bei Herrn Maaßen keine Haltung, die ihn mit der CDU noch wirklich verbindet“, sagte Kramp-Karrenbauer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe auf die Frage, ob sie über einen Parteiausschluss des langjährigen CDU-Mitglieds Maaßen nachdenke. Anschließend ruderte die CDU-Chefin zurück: „Ich habe weder im Interview noch an anderer Stelle ein Parteiausschlussverfahren gefordert“, sagte Kramp-Karrenbauer in Berlin.

          Die Sprecherin des Berliner Kreises, eines weiteren konservativen Zusammenschlusses von Unionsabgeordneten fordert derweil eine Urwahl des künftigen Kanzler­kandidaten der Union. „Einen Automatismus zwischen Parteivorsitz und Kanzlerkandidatur gibt es nicht“, sagt Pantel laut der Zeitschrift „Spiegel“. „Wenn es so weit ist, sollten wir die Mitglieder entscheiden ­lassen, wer für die Union als Spitzenkandidat antritt. Das wäre demokratisch und fortschrittlich.“

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