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Nach Kritik : Hessen erlaubt wieder Individualsport in Vereinen

In Hessen war Individualsport für kurze Zeit nur im öffentlichen Raum möglich. Bild: dpa

Für wenige Tage ging Hessen einen Sonderweg bei der Regulierung des Breitensports. Wegen Corona durfte jeglicher Individualsport nur noch im öffentlichen Raum stattfinden. Nun ändert die Regierung in Wiesbaden die Regeln wieder.

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          Nach heftiger Kritik von Sportverbänden und der Opposition im Landtag erlaubt die Regierung in Hessen wieder den Individualsport in Vereinen. Auch Musik- und Kunstschulen dürfen wieder öffnen. Das teilten Sportminister Peter Beuth (CDU) und Kunstministerin Angela Dorn (Grüne) am Freitag in Wiesbaden mit.

          Kim Björn Becker
          Redakteur in der Politik.

          Hessen orientiere sich damit an der Linie anderer Bundesländer. Die Kritik hatte sich daran entzündet, dass das Corona-Kabinett in Hessen – anders als in allen anderen Ländern – den Individualsport nur im öffentlichen Raum erlaubt hatte. Vor allem Golf- und Tennisanlagen mussten daher am Donnerstag geschlossen bleiben. Der hessische Golfverband unterstützte die Klage einer betroffenen Anlage, die sich durch die Regelung benachteiligt sah. Nach eigenen Angaben sei die Klage bereits am Mittwoch eingereicht worden.

          In einer Mittelung des Innen- und Sportministeriums in Wiesbaden vom Freitag hieß es zur Begründung, die Landesregierung wolle „im Gleichklang mit den anderen Bundesländern bleiben“. Warum Hessen den Sonderweg einschlug, bleibt unklar. Das Sportministerium antwortete bislang nicht auf eine entsprechende Nachfrage der F.A.Z. Minister Beuth sagte, es sei wichtig, dass Sportler sich an die Regeln hielten. „Die  Hessen sollen trotz Pandemie die Möglichkeit haben, sich fit zu halten und auch gemeinsam sportlich aktiv zu sein.“

          Kunstministerin Angela Dorn wies darauf hin, dass in den Musik- und Kunstschulen Abstands- und Hygieneregeln beachtet werden müssten. Die neuen Regelungen zum Sport sowie den Kunst- und Musikschulen seien mit den kommunalen Spitzenverbänden besprochen worden. Der Hessische Golfverband lobte die Entscheidung.

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