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Nach Krawallen in Stuttgart : Das Wochenende danach im Schlossgarten

Polizeikontrolle im Stuttgarter Schlossgarten Bild: Imago

Vor einer Woche kam es in Stuttgart zu Randale. Die Vorfälle sollten sich keinesfalls wiederholen – also zeigte die Polizei nun deutlich Präsenz, wollte dabei aber niemanden provozieren. Keine leichte Aufgabe.

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          Der Stuttgarter Schlossgarten soll so hell sein wie es nur geht an diesem Samstagabend, und darum brennt in jedem Zimmer des unmittelbar angrenzenden Landtagsgebäudes das Licht. Sieben Jahre hatten die politisch Verantwortlichen nun Zeit, um sich um die Probleme in der Parkanlage zu kümmern, die mitten in der Stadt liegt und durch die jeder Abgeordnete, jeder Ministeriumsbeamte, jeder Minister ein paar Mal in der Woche läuft. Um 21.30 Uhr am Samstagabend stehen nun fünf Mannschaftswagen der Polizei vor dem Landtag. Der Park ist voll mit jungen Leuten.

          Rüdiger Soldt
          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          Auf einer etwa zwanzig Meter langen Mauer, die parallel zur Nordfassade des Finanzministeriums im Neuen Schloss verläuft, sitzen die Feiernden dicht gedrängt. Alle Logenplätze sind ausgebucht. In der Hand haben die meisten eine Bierflasche, auf dem Boden stehen große Einkaufstüten aus den Supermärkten in der Königstrasse, gut gefüllt mit Eistee-Tetrapacks, Cola-, Wodka-, Rum- und Gin-Flaschen. Viele afrikanischstämmige junge Männer haben außerdem ihre Soundboxen mitgebracht, einige tragen rote Basketball-T-Shirts und tanzen fröhlich zu Rapmusik. Die Stimmung schwankt zwischen feierselig und aggressiv-renitent.

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