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Nach Kollision in der Luft : Ein „Eurofighter“-Pilot gestorben

  • Aktualisiert am

Ein Förster steht nahe Jabel neben Trümmern eines Eurofighters. Bild: Reuters

Zwei „Eurofighter“ der Luftwaffe sind über der Müritz-Region kollidiert und abgestürzt. Der erste Pilot wurde lebend gefunden, der zweite konnte nur tot geborgen werden.

          Beim Absturz von zwei „Eurofightern“ der Bundeswehr in Mecklenburg-Vorpommern ist einer der beiden Piloten gestorben. Der andere Piloten konnte lebend aus einer Baumkrone geborgen werden und verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden. Das bestätigte die Luftwaffe auf Twitter. Es war das schwerste Unglück der Bundeswehr in Deutschland seit Jahren.

          Zuvor schrieb das Polizeipräsidium Neubrandenburg auf Twitter, dass Leichenteile in der Nähe einer Absturzstelle gefunden wurden. Beide Piloten hatten vor der Kollision den Schleudersitz betätigt.

          Eines der beiden Flugzeuge stürzte nach Worten eines Ministeriumssprechers nahe der Ortschaft Jabel (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) in ein Waldstück. Das andere sei südlich der Ortschaft Nossentiner Hütte an einem Waldrand abgestürzt. Die beiden Orte sind rund zehn Kilometer voneinander entfernt.

          Von der Leyen reist in das Unglücksgebiet

          Bei dem Unglück soll es nach Angaben des Inspekteurs der Luftwaffe, Ingo Gerhartz, keine zivilen Opfer gegeben haben. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ist in das Unglücksgebiet gereist. Einige hundert Meter von einer der beiden Absturzstellen sagte die CDU-Politikerin, es werde eine genaue Aufklärung des Unglücks geben. „Heute ist der Tag der Trauer und des Schmerzes über den Verlust unseres Soldaten“, sagte sie. Von der Leyen traf dort den Inspekteur der Luftwaffe und Landesinnenminister Lorenz Caffier (CDU) treffen.

          Beide Maschinen gehörten zum Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“, das in Laage bei Rostock stationiert ist. Wie es zu der Kollision bei Waren (Müritz) kommen konnte, ist bislang unklar.

          Das Polizeipräsidium Neubrandenburg warnte zudem vor gefährlichen Trümmerteilen. „Bitte nicht nähern! Bitte machen Sie den Weg für Rettungskräfte frei und umfahren Sie den Bereich“, twitterte das Präsidium. Zudem waren Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort, die die Brände gelöscht haben.

          Eine Sprecherin des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte teilte mit, dass die Maschinen keine Munition geladen hätten. Die beiden kollidierten Eurofighter waren zusammen mit einem dritten Flugzeug zu einer Kampfübung in Rostock-Laage gestartet. Der dritte an der Übung beteiligte Pilot hatte das Unglück beobachtet. Dieser hatte nach der Kollision gegen 14 Uhr im Luftraum über Plau am See auch zwei Fallschirme niedergehen sehen und gemeldet. 

          Die Bundeswehr hat ein Bürgertelefon eingerichtet. Es ist unter der Nummer 0800 770 5577 für wichtige Fragen zu erreichen.

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