Vergewaltigung in Freiburg :
Wieder ein schreckliches Verbrechen

Lesezeit: 7 Min.
Jugendliche sitzen auf dem Augustinerplatz in der Innenstadt: Immer wieder entbrennen Debatten um die Sicherheit von Freiburgs Nachtleben.
Nach dem Mord an einer Studentin vor zwei Jahren wollte Freiburg viel für die Sicherheit tun – nun kam es zu einer Gruppenvergewaltigung. Es gibt Parallelen zwischen den beiden Fällen. Was ist los in der Stadt an der Schweizer Grenze?

Eigentlich sollte es in dieser Woche mal eine Erfolgsmeldung geben. Der parteilose Freiburger Oberbürgermeister Martin Horn und Polizeipräsident Bernhard Rotzinger wollten durch die Stadt marschieren und der Öffentlichkeit zeigen, wie sehr man bei der Verbesserung der Sicherheitslage vorangekommen sei. Daraus wurde nichts, der Termin entfiel. „Da hätten wir zu Recht nur höhnische Kommentare bekommen“, heißt es aus dem Rathaus. Stattdessen gab es eine Krisensitzung. Der Sicherheitsstaatssekretär und frühere Freiburger Regierungspräsident Julian Würtenberger (CDU), Horn und der Polizeipräsident besprachen die prekäre Sicherheitslage der Großstadt mit 230.000 Einwohnern, die seit 2001 diejenige im Südwesten mit der höchsten Kriminalitätsrate ist.

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