https://www.faz.net/-gpf-9f2yi

Nach Gewalt bei Demonstration : Polizei nimmt in Dortmund acht Rechtsextreme fest

  • Aktualisiert am

Eine Demonstration von Rechtsradikalen hatte in Dortmund schon vor zwei Wochen für Aufregung gesorgt. Bild: dpa

In Dortmund ist es im Anschluss an eine Demonstration von Rechtsextremen zu Angriffen auf die Polizei und Gegendemonstranten gekommen. Acht Personen wurden festgenommen.

          Bei einer Kundgebung von Rechtsextremisten ist es am Mittwochabend in Dortmund zu Zusammenstößen gekommen. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben acht rechte Demonstranten fest, unter ihnen ein Stadtratsmitglied der Partei „Die Rechte“. Die Gruppe um den Politiker habe nach dem Ende der Kundgebung aus einem Kleinbus heraus Polizisten und Gegendemonstranten mit Pulverstößen aus Feuerlöschern angegriffen, teilte die Polizei mit.

          Gegen die acht Rechten seien Ermittlungen wegen des Anfangstatverdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung, des Angriffs auf Polizisten und des Landfriedensbruchs eingeleitet worden.

          Die Kleinpartei „Die Rechte“ stellt derzeit einen Abgeordneten im Dortmunder Stadtparlament. Im Zentrum der Aktivitäten dieser Partei steht laut Bundesamt für Verfassungsschutz die „rassistisch motivierte, fremden- und islamfeindliche Anti-Asyl-Agitation“.

          Zu der Rechten-Kundgebung auf dem Dortmunder Sonnenplatz hatten sich laut Polizei etwa 25 Demonstranten eingefunden. Rund 150 Gegendemonstranten protestierten gegen die Kundgebung. Ebenfalls am Mittwoch versammelten sich bei einer anderen Kundgebung in der Dortmunder Innenstadt laut Polizei etwa 60 Neonazis, denen 250 Gegendemonstranten gegenüberstanden. Die Polizei griff nach eigenen Angaben ein, um Zusammenstöße zu verhindern.

          Die Beamten nahmen den Angaben zufolge einen linken Demonstranten fest, der Neonazis mit Pferdemist bewarf. Bei dem Einsatz seien zwei Polizeipferde ausgerutscht, wobei sich eines der Tiere schwer verletzt habe. Die Reiterinnen seien unversehrt geblieben.

          Vor rund zwei Wochen hat es in Dortmund schon einmal Diskussionen um einen Aufmarsch Rechtsradikaler gegeben. Dabei zogen sie mit antisemitischen Parolen durch die Straßen – ohne das die Polizei eingriff. Dies hatte anschließend zu Diskussionen geführt.

          Weitere Themen

          EuGH kippt deutsche Pkw-Maut Video-Seite öffnen

          Wegen Diskriminierung : EuGH kippt deutsche Pkw-Maut

          Deutschland darf im kommenden Jahr doch keine Maut von Autofahrern erheben. Die Richter des Europäischen Gerichtshofs gaben damit einer Klage Österreichs statt.

          Ein schlimmer Verdacht

          Fall Lübcke : Ein schlimmer Verdacht

          Die Behörden gehen im Mordfall Lübcke davon aus, dass der Täter aus dem rechtsextremen Milieu stammt und seine Tat langfristig plante. Das weckt Erinnerungen an die Morde des NSU.

          Topmeldungen

          Livestream : Was sagt Seehofer zum Fall Lübcke?

          Innenminister Horst Seehofer stellt zusammen mit den Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz und des Bundeskriminalamtes die neuen Entwicklungen im Fall Lübcke vor. Verfolgen Sie die Pressekonferenz jetzt im Livestream.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.