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Nach Durchsuchung : Wie links und extrem ist Frankfurts Asta?

Nicht mehr viel los: Das Studierendenhaus in Frankfurt Bockenheim Bild: Helmut Fricke

Vor kurzem durchsuchte das Bundeskriminalamt die Räume des Asta der Frankfurter Goethe-Universität. Das wirft Fragen auf. Eine Spurensuche auf dem Campus.

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          Auch vor der Corona-Pandemie wirkte das Studierendenhaus in Frankfurt fast wie aus der Zeit gefallen. In das Café Koz im Erdgeschoss, voll geklebt mit Plakaten und Aufklebern, kamen seit Jahren immer weniger Studenten. So wie auch der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta), der das Haus verwaltet, weniger Besucher empfängt. Der Asta ist auf dem alten Campus im Stadtteil Bockenheim, wo nur noch wenige Seminare stattfinden, die meisten Studenten sind längst auf den neuen Campus im Westend gezogen. Schon immer konnte man ein Studentenleben führen, ohne einmal mit dem Asta oder der Hochschulpolitik in Berührung zu kommen. An der Frankfurter Goethe-Universität aber könnte der Asta fast in Vergessenheit geraten.

          Mona Jaeger
          Stellvertretende verantwortliche Redakteurin für Nachrichten und Politik Online.
          Timo Steppat
          Korrespondent für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit Sitz in Wiesbaden.

          Bis vor einigen Tagen, als das Bundeskriminalamt die Räume der Studentenvertretung durchsuchte. Die Ermittler prüfen, ob die Spur des Anschlags auf die Leipziger Außenstelle des Bundesgerichtshofs in den Frankfurter Asta führt. 300 Studenten demonstrierten daraufhin im Stadtteil Bockenheim gegen die aus ihrer Sicht unrechtmäßige Durchsuchung. Und Erinnerungen an eine vergangene Zeit wurden wach, als der Asta noch Teil einer linken Bewegung war. Wie links und wie extrem ist er heute?

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