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Nach Laschets Wahl : Der knappe Sieg des Merkelianers

Der neue CDU-Vorsitzende Armin Laschet während seiner Rede auf dem digitalen Parteitag in Berlin Bild: EPA

Der künftige CDU-Vorsitzende Armin Laschet steht nun vor zwei Herausforderungen. Zum einen muss er Friedrich Merz einbinden, zum anderen seine Umfragewerte verbessern. Nur dann dürfte er Kanzlerkandidat werden.

          7 Min.

          Armin Laschet trat am Samstagmorgen als erster der drei Kandidaten ans Rednerpult, um in der menschenleeren Halle zu den Delegierten des digitalen CDU-Bundesparteitags zu sprechen. Es war eine surreale Situation. Für die 1001 Delegierten, die wegen Corona zu Hause vor ihren Computern sitzen mussten, und noch mehr für Laschet, Friedrich Merz sowie Norbert Röttgen. Nacheinander mussten die drei Männer in ein schwarzes Kameraloch hineinreden, ohne auch nur die geringste Publikumsreaktion.

          Reiner Burger

          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Eckart Lohse

          Leiter der Parlamentsredaktion in Berlin.

          Von den dreien schaffte Laschet den digitalen Schulterschluss am besten, indem er das Defizit direkt thematisierte: „Gerade jetzt wäre es wichtig, dass wir uns alle persönlich sehen.“ Minutenlang wäre dann der scheidenden Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer gedankt worden, zeigte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident sich sicher. Es war das Leitmotiv der Rede: Laschet der Versöhner und der Moderator, der vertrauenswürdige Kandidat, der es versteht, die Menschen zusammenzuführen, die Interessen auszugleichen.

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