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Katastrophenschutz : Luftretter ohne Ausrüstung

Rettung von oben: Ein Helikopter nach der Flut in Altenburg am 15. Juli 2021. Bild: Lucas Bäuml

Während der Juli-Flut im vergangenen Jahr fehlte es an Hubschraubern mit Rettungsseilwinde. Auch für den Kampf gegen Waldbrände sind viele Maschinen bis heute nicht ausgestattet.

  • -Aktualisiert am
          3 Min.

          Die verheerende Juli-Flut mit mehr als 180 Toten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen vor einem Jahr hat schonungslos offengelegt, wie schlecht Deutschland auf großflächige Katastrophen vorbereitet ist. Ein dramatisches Problem in der Akutphase war, dass es an Hubschraubern mit Seilwinden zur Menschenrettung fehlte.

          Reiner Burger
          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Als die Flutwelle am Nachmittag des 14. Juli am Oberlauf der Ahr begann, konnten Feuerwehrleute zwar einen zufällig vorbeifliegenden Rettungshubschrauber ab­fangen. Weil der Helikopter jedoch keine Seilwinde hatte, gurteten sich Pilot und Rettungssanitäter aneinander und ließen Seile nach unten, an die Feuerwehrleute auf dem überfluteten Campingplatz Stahlhütte bei Dorsel Urlauber banden, die dann durchs Wasser auf hö­her gelegenes Terrain gezogen werden konnten. Gut 60 Kilometer wälzte sich die tödliche Flutwelle in den folgenden Stunden durchs Ahrtal Richtung Rhein hinab, 134 Anwohner starben.

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