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Nach den Vorfällen von Köln : De Maizière plant Sonderbericht zu Zuwanderer-Kriminalität

  • Aktualisiert am

Bundesinnenminister Thomas de Maizière Bild: AP

Der Bundesinnenminister möchte einem Zeitungsbericht zufolge eine Studie über Kriminalität von Zuwanderern erstellen. Untersucht werden sollen auch Straftaten gegen Migranten.

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          Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) plant nach einem Zeitungsbericht einen ausführlichen Bericht über die Kriminalität von Zuwanderern. Zugleich gehe es auch um Straftaten gegen Migranten, berichtete die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf Informationen aus seinem Ministerium. De Maizière will den Sonderbericht demnach im Frühjahr parallel zur bundesweiten Polizeilichen Kriminalstatistik 2015 vorstellen. Der Titel solle „Kriminalität und Zuwanderungsproblematik“ lauten.

          Die Debatte hatte an Fahrt gewonnen, nachdem in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof aus einer großen Gruppe nordafrikanischer und arabischer Männer heraus Frauen sexuell angegriffen, bedroht und bestohlen wurden.

          Das Bundeskriminalamt prüft derweil, ob es zwischen Zuwanderung und sexueller Belästigung von Frauen in Deutschland einen Zusammenhang gibt. „Das Phänomen, dass sich junge Männer aus Nordafrika an bestimmten Orten sammeln, um durch das sogenannte Antanzen Diebstähle zu begehen, gibt es schon länger. Neu ist die Häufung der Sexualdelikte gegen Frauen, sagte BKA-Präsident Holger Münch der „Bild am Sonntag“.

          Seine Behörde registriere zudem eine stark zunehmende Zahl an Straftaten in Flüchtlings- und Asylheimen. „Dort leben seit Wochen oder Monaten viele Menschen auf engstem Raum, darunter besonders viele junge Männer unter Bedingungen, die Kriminalität fördern“, sagte Münch. Dennoch seien es „relativ geringe Fallzahlen.“ Die Kriminalität steige nicht so schnell wie die Zahl der Flüchtlinge. Es gebe aber bei der Zahl der Straftaten deutliche Unterschiede zwischen den Herkunftsländern. Migranten vom Balkan oder aus Nordafrika fielen besonders auf, viel weniger dagegen die Zuwanderer aus Syrien und dem Irak.

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