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CDU im Risiko : Gewagtes Spiel in NRW

Tempi passati: Laschet und Wüst in einer Aufnahme vom Sommer 2019 Bild: dpa

Hendrik Wüst braucht am Mittwoch jede Stimme. Das gilt im kommenden Jahr auch für die CDU im Saarland und in Schleswig-Holstein. Auf dem Spiel steht der Bundesrat als Korrektiv der Ampel-Regierung.

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          Mit dem Verzicht von Armin Laschet auf das Amt des Landesvorsitzenden und auf das des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten geht für die CDU eine lange Phase innerer und äußerer Stabilität zu Ende.

          Hieß es zu Kohls Zeiten angesichts der schieren Größe des Landesverbandes, man müsse ihn spalten, um ihn beherrschen zu können, hatte die CDU zunächst unter Rüttgers und dann unter Laschet – immerhin zwei Rheinländern in einer auf dem Berliner Parkett stark von Westfalen geprägten Partei – in ruhigeres Fahrwasser gefunden.

          Politisch wuchsen die Bäume ebenso wenig wie beim Koalitionspartner FDP in den Himmel. Aber von Wechselstimmung war zwischen Rhein und Weser bis zuletzt wenig zu spüren.

          Dass es trotz der neuen Stärke der SPD im Bund so bleibt, haben die beiden Koalitionsparteien selbst in der Hand. Wenn bei der Wahl des CDU-Kandidaten Hendrik Wüst am Mittwoch auch nur eine Stimme aus dem Regierungslager fehlen sollte, dann wäre es wohl nicht nur mit der Geschlossenheit in der Union endgültig vorbei.

          Das Scheiterns Wüsts wäre wohl auch der Anfang vom Ende der letzten CDU-FDP-Landesregierung. In den Sternen steht zudem, ob die CDU-geführten Regierungen in Kiel und Saarbrücken das Frühjahr überstehen werden.

          Wenn nicht, dann könnte die Ampelkoalition in Berlin bald durchregieren. Der Bundesrat fiele vom Sommer an als Korrektiv weitgehend aus.

          Daniel Deckers
          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

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