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Libanesischer Clanchef : Mutmaßlicher Unterstützer Miris festgenommen

Ibrahim Miri 2014 bei einem Prozess im Landgericht Bremen Bild: dpa

Die türkische Polizei hat einen Mann gefasst, der dem illegal aus dem Libanon eingereisten Clanchef bei der Schleusung in die Türkei geholfen haben soll. Auf welchem Weg Ibrahim Miri genau nach Deutschland kam, ist weiter unklar.

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          Ein mutmaßlicher Unterstützer des illegal aus dem Libanon nach Deutschland eingereisten Clanchefs Ibrahim Miri ist in der Türkei festgenommen worden. Die türkische Nationalpolizei habe den Mann am Mittwoch in Mersin festgenommen, teilte die Bundespolizei in Potsdam mit. Er steht im Verdacht, Miri bei der illegalen Durchreise durch die Türkei behilflich gewesen zu sein. Nach bisher unbestätigten Berichten solle es sich bei dem Mann um einen Verwandten Miris handeln.

          Helene Bubrowski
          Politische Korrespondentin in Berlin.

          Der Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann, dankte der Türkei „für die hervorragende und schnelle Zusammenarbeit“. Miri war am 30. Oktober nach Deutschland zurückgekehrt, obwohl ihm nach einer Abschiebung die Wiedereinreise verboten worden war.

          Der wegen Drogenhandels verurteilte Miri war im Juli nach jahrelang erfolglosen Bemühungen in den Libanon abgeschoben worden. Auf welchem Wege er genau nach Deutschland gekommen ist, ist noch nicht geklärt.

          In Bremen beantragte er nach seiner Einreise Asyl; er wurde sofort festgenommen. Der Antrag wurde mittlerweile als „offensichtlich unbegründet“ abgelehnt. Miri soll nun abermals abgeschoben werden, sein Anwalt kündigte jedoch Rechtsmittel an.

          Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat inzwischen verstärkte Kontrollen angeordnet, die die Wiedereinreise von abgeschobenen Asylbewerbern künftig unterbinden sollen. Die Bundespolizei soll in allen deutschen Grenzgebieten ihre Kontrollen intensivieren, auch an der Grenze selbst. Außerdem will Seehofer sicherstellen, dass Personen, die mit einer Wiedereinreisesperre belegt sind, in Abschiebehaft genommen werden. Dazu will er einen neuen Haftgrund schaffen.

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