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Gerichtsurteil : Hofbräukeller in München muss Frauke Petry bewirten

  • Aktualisiert am

Hat noch die Möglichkeit, die Entscheidung anzufechten: Hofbräukeller in München. Bild: dpa

Der Wirt sorgt sich um Sicherheit und Gemütlichkeit seines Hofbräukellers: Seine Absage für einen Auftritt der AfD-Chefin Petry muss er jetzt zurücknehmen. Das hat das Münchner Landgericht entschieden.

          Der Wirt des Münchner Hofbräukellers muss der AfD seine Räume für eine Parteiveranstaltung am Freitagabend überlassen. Dies hat das Landgericht München entschieden. Grund sei der abgeschlossene Mietvertrag zwischen der Partei und dem Hofbräukeller, teilte das Gericht am Donnerstag mit.

          Der Wirt hatte die Veranstaltung mit einem Auftritt der AfD-Bundesvorsitzenden Frauke Petry wegen der Sorge um den Ruf seines Wirtshauses abgesagt. Der „Südeutschen Zeitung“ sagte der Wirt, es entstünde ein Sicherheitsrisiko. „Das kann ich meinen Gästen nicht zumuten“, sagte er.

          Der AfD-Kreisverband München-Ost reichte daraufhin Klage gegen den Wirt ein. Das Gericht erkannte an, dass der Mietvertrag zu spät eingegangen ist. Es gebe keinen „begründeten Anlass“ für die Auflösung des Mietvertrags. Die Sorge, die „Gemütlichkeit“ des Hofbräukellers mit einer AfD-Veranstaltung zu stören, hält das Gericht nicht für berechtigt. Am Donnerstag war der Wirt telefonisch zunächst nicht zu erreichen.

          Juristisch hat er die Möglichkeit, gegen das Urteil vorzugehen und damit einen Auftritt am Wochenende zu verhindern. Dafür könnte die Zeit aber nicht ausreichen. 

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