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Nach Mord an Lübcke : „Man muss mit weiteren Anschlägen rechnen“

Neonazi-Aufmarsch im März 2017 in Leipzig: „Combat 18“ ist ein in vielen europäischen Ländern aktives Netzwerk. Seine Mitglieder propagieren Gewalt als legitimes Mittel. Bild: action press

Morde an Politikern sind eine neue Dimension rechter Gewalt. Der Rechtsextremismusforscher Fabian Virchow erklärt im Interview, wie gut vernetzt die rechtsextreme Szene ist und wie man sie bekämpft.

          4 Min.

          Herr Virchow, gibt es einen neuen Rechtsterrorismus in Deutschland?

          Philip Eppelsheim

          Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Woche.

          Ja, der Mord an Walter Lübcke ist nur ein Fall von mehreren. Wenn man sich an das Attentat auf Henriette Reker erinnert oder auf Andreas Hollstein, den Bürgermeister von Altena, dann sind das bemerkenswerte Muster. Es werden nicht mehr allein Flüchtlinge oder Migranten Zielscheiben solcher Taten, sondern auch Politiker. Dass politische Repräsentanten zur Zielscheibe werden, ist eine sehr markante Veränderung. Das ist eine neue Qualität, die wir da sehen; etwas Neues, das wir sehr ernst nehmen sollten.

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