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Mobilitätsdaten : Weniger Reisen, weniger Infektionen?

Mobilität in Corona Zeiten in Deutschland im Vergleich: Links zu sehen sind die Bewegungen aus Januar 2020 (12.-18.01.2020), rechts aus dem Januar 2021 (aus der vorherigen Woche, 11.-17.01.2021). Es sind die Bewegungen innerhalb und zwischen Landkreisen dargestellt. Bild: Frank Schlosser

Mithilfe von Handydaten zeigen Studien, wie sich die Mobilität auf das Infektionsgeschehen auswirkt – und geben damit Hinweise, welche Beschränkungen sinnvoll und welche es nicht sind.

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          Den zentralen Mechanismus der Pandemieeindämmung kennen wir mittlerweile. Je weniger Kontakte es gibt, desto weniger Möglichkeiten hat das Virus, sich zu verbreiten. In der Pressekonferenz des Robert-Koch-Instituts (RKI) am vergangenen Donnerstag kam mit der Mobilität der Bevölkerung aber noch ein weiterer Parameter des Pandemiegeschehens prominent zur Sprache. Je weniger sich die Menschen bewegen, desto weniger Ansteckungen seien zu erwarten.

          Sibylle Anderl

          Redakteurin im Feuilleton.

          Intuitiv scheinen Mobilität und Kontaktrate zusammenzuhängen: Sofern die Bewegungen den öffentlichen Nah- und Fernverkehr betreffen, ist das Zusammentreffen mit Fremden in Situationen, die die Einhaltung der Distanzregeln nicht immer einfach machen, kaum vermeidbar. Der Zusammenhang ist weniger offensichtlich, wenn der Individualverkehr betrachtet wird. Es mag naheliegend sein, dass Ausflüge oft einem Ziel dienen, das menschliche Interaktionen umfasst: Arbeit, Einkaufen, Freizeitaktivitäten mit erhöhter Personendichte. Sie könnten genauso aber Freiluftaktivitäten dienen, bei denen die Gefahr einer Ansteckung gering scheint.

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