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Panik in der CDU : „Gespalten wie selten zuvor“

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Er wünscht sich eine „starke Persönlichkeit“ als Nachfolger für AKK: Der Chef der Mittelstandsunion, Carsten Linnemann, bei einem Treffen mit Friedrich Merz Bild: EPA

CDU-Politiker Carsten Linnemann fürchtet, dass seine Partei den Status als Volkspartei verliert. Als neuen Vorsitzenden wünscht er sich eine „starke Persönlichkeit“ – die versöhnen und führen kann.

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          Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann sieht die CDU in einer tiefen Krise und hat vor einer Hängepartie bei der Nachfolge auf dem Parteivorsitz gewarnt. Der Chef der Mittelstandsunion sagte am Montag, die Ankündigung von Annegret Kramp-Karrenbauer, den Vorsitz aufzugeben und nicht als Kanzlerin zu kandidieren, verdiene Respekt. „Das zeigt aber auch, in welch tiefer Krise die CDU steckt. Sie ist gespalten wie selten zuvor.“

          Linnemann sagte weiter: „Da braucht es eine starke Persönlichkeit, die versöhnen, aber auch führen kann.“ Es brauche jemanden, der die CDU inhaltlich glasklar gegen andere Parteien abgrenzen und sich gleichzeitig vom Kanzleramt emanzipieren könne.

          „Wenn dieses Kunststück nicht gelingt, droht die CDU ihren Status als Volkspartei zu verlieren“, so Linnemann. „Zudem warne ich davor, diese Personalie zu einer Hängepartie werden zu lassen. Denn eine Rückzugsankündigung allein löst kein einziges Problem.“

          Linnemann und der Vorsitzende der Nachwuchsorganisation Junge Union, Tilman Kuban, hatten Kramp-Karrenbauer in der vergangenen Woche angesichts der Regierungskrise in Thüringen Führungsschwäche vorgeworfen. „Statt die Dinge laufen zu lassen, hätte die Parteispitze gut daran getan, Führung zu zeigen“, hatten sie in einem „Welt“-Interview gesagt. Der Ruf Kramp-Karrenbauers nach einer Neuwahl in Thüringen sei falsch gewesen und werde die politischen Ränder rechts und links stärken.

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