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Mitarbeiter ausgespäht? : Vorwürfe gegen Esken „völlig abwegig“

Gute Vorbereitung auf die neue Aufgabe? Esken sieht sich Vorwürfen aus ihrer Zeit als stellvertretende Vorsitzende des Landeselternbeirats ausgesetzt. Bild: EPA

Die neue SPD-Vorsitzende Saskia Esken verweist gerne auf ihre Arbeit im Landeselternbeirat von Baden-Württemberg. Nun wird ihr unterstellt, unsaubere Methoden dort mindestens geduldet zu haben.

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          Der seit einer Woche amtierenden SPD-Vorsitzenden Saskia Esken wird von einem früheren Vorsitzenden des baden-württembergischen Landeselternbeirats vorgeworfen, in dem Gremium zahlreiche Rücktritte provoziert und es zumindest geduldet zu haben, dass sich andere Vorstandsmitglieder widerrechtlich einen Zugang zu E-Mail-Accounts von Mitarbeitern der Geschäftsstelle verschafft haben. „Wir hatten Mitglieder, die in großer Zahl aus Sitzungen mittags ausgezogen sind, weil man das Gebaren des Vorstands vom Inhalt und vom Miteinanderumgehen nicht mitmachen wollte“, sagte Christian Bucksch, der frühere Vorsitzende des Landeselternbeirates, der ARD-Sendung „Kontraste“.

          Mona Jaeger

          Redakteurin in der Politik.

          Rüdiger Soldt

          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          Ungeklärt ist, ob und inwiefern sich die SPD-Politikerin rechtswidrig Zugang zu den E-Mail-Accounts verschafft hat. Esken hatte diejenigen, die ihre mangelnde politische Erfahrung kritisierten, auf ihre Leistungen als stellvertretende Vorsitzende des Landeselternbeirats verwiesen. Der derzeitige Vorsitzende des Landeselternbeirats, Carsten Rees, bezeichnete die Darstellung des Fernsehmagazins als „völlig abwegig“ und unzutreffend: „Es handelte sich um Funktions-Mail-Adressen. Frau Esken hat hier nicht allein gehandelt, sondern in Absprache mit dem Vorstand des Landeselternbeirats. Weil Kopien von internen Mails des Vorstands auch an Dritte gelangt sind, mussten wir handeln. Nicht wir haben gespitzelt, sondern wir hatten das Gefühl, bespitzelt zu werden.“

          Esken teilte auf Anfrage mit, dass der Vorstand den Landeselternbeirat „demokratisiert und zusammengeführt“ habe. „Dass das nicht allen gefallen hat und wir dabei auch auf Widerstände gestoßen sind, versteht sich eigentlich von selbst.“

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