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Mit Geld aus Kuwait : Hamburger Kirche wird zur Moschee

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Auf dem Kirchturm ist in arabischer Schrift das Wort „Allah“ angebracht worden. Einen Muezzin soll es dort allerdings nicht geben. Bild: dpa

Einst war es eine evangelische Kirche in der Hansestadt. Nun wird das protestantische Gotteshaus im Hamburger Stadtteil Horn zur Moschee umgebaut – mit Geld aus den Golfstaaten. 

          Mit finanzieller Hilfe aus Kuwait kommt der Umbau der Kapernaum-Kirche in Hamburg zu einer Moschee voran. Das Emirat gibt 1,1 Millionen Euro für einen Anbau, der das nahezu ovale Kirchenschiff mit dem Turm verbinden und Seminar- und Waschräume beherbergen wird. Zum symbolischen ersten Spatenstich war der stellvertretende kuwaitische Botschafter, Hamad Ali Alhazim, am Montag in den Hamburger Stadtteil Horn gekommen.

          Er begrüßte, dass das Islamische Zentrum Al-Nour die Geschichte und das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes unverändert lasse. „Dies macht das Gebäude zweifelsohne zu einem wichtigen Symbol für religiöse Toleranz“, sagte Alhazim. Der Vorsitzende des Al-Nour-Zentrums, Daniel Abdin, sagte, die neue Moschee solle eine „Begegnungsstätte des interreligiösen Dialogs“ werden.

          Hamad Ali Alhazim, der Vize-Botschafter Kuwaits, am Montag in der ehemaligen Kapernaum-Kirche. Bilderstrecke

          Die Moschee soll im ersten Halbjahr 2016 fertig sein. Das Al-Nour- Zentrum hatte die Kirche Ende 2012 von einem Investor gekauft. Das Gebäude aus dem Jahr 1961 war bereits 2002 entweiht worden. Die evangelisch-lutherische Gemeinde hatte kein Geld für die Sanierung.

          Die Nordkirche betrachtet die Transaktion als Sonderfall. Seit 2007 gibt es eine Rechtsverordnung, wonach Kirchengebäude nicht an nicht-christliche Religionsgemeinschaften - mit Ausnahme der jüdischen Gemeinden - verkauft werden dürfen. Als die Verordnung erlassen wurde, war die Kapernaum-Kirche aber bereits im Besitz eines Hamburger Kaufmanns, der das Gebäude im Internet anbot.

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